Müllentsorgung
: Ärger im Grüneberger Wohnpark

Die von der AWU geforderten Stellplätze an den Straßen kommen bei den Anwohnern nicht gut an.
Von
Volkmar Ernst
Grüneberg
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Burkhard Keeve

Die Wege dorthin seien teilweise viel zu lang. Außerdem: Wer sorgt dort für Ordnung und Sicherheit? Wer räumt auf, wenn bei Sturm aber auch sonst Müll liegen bleibt? Das Problem ist allerdings, dass die Gemeinde für die Abfallentsorgung gar nicht zuständig ist. Das fällt in die Hoheit des Landkreises Oberhavel, der sich dafür der AWU als Erfüllungsgehilfe bedient. Dennoch, so das Angebot der Gemeindeparlamentarier und der Verwaltung, will sich das Löwenberger Land, so Bürgermeister Bernd–Christian Schneck (SPD), als Vermittler zwischen den Einwohnern und dem Kreis anbieten. Die vier der Gemeinde zugesandten Beschwerdebriefe seien postwendend an den Kreis weitergeleitet worden, so Gemeindeoberhaupt Schneck. Des Weiteren bemühe sich die Verwaltung um einen Vor–Ort–Termin mit Kreis, AWU und Einwohnern, um anhand der Gegebenheiten vor Ort nach einer einvernehmlichen Lösung zu suchen, versprach er. Denn die Straßen sind tatsächlich sehr eng, und sofern vor den Grundstücken noch Autos geparkt werden, haben es die Fahrer der Müllautos schwer, mit ihren Fahrzeugen durch die Straßen zu kommen und zudem noch die ausfahrbaren Greifer zu bedienen. Die Gemeinde hatte erst im Mai für das Wohngebiet ein Verkehrskonzept mit Einbahnstraßen und Geschwindigkeitsbegrenzungen erlassen. Das hatte die AWU genutzt, um ihre Stellplatzforderungen anzumelden.