Pferdesport: In Gransee um Punkte und Plätze gekämpft

Ein tierisches Vergnügen: Auf dem staubigen Ilseberg zeigten die Kutscher an zwei Tagen ihr Können.
Wolfgang Gumprich„Chef“ der Erhebung und Veranstalter in Gransee, Olaf Peter, lehnte sich am Sonntagmittag entspannt zurück. „Alles hat gut geklappt, das Wetter spielte mit, der nächtliche Regen entstaubte das Gelände, mein Dank geht an das zehnköpfige Team und natürlich meine ganze Familie“. 70 Teilnehmer kämpften an zwei Tagen mit ihren Gespannen in den unterschiedlichen Wertungsklassen um Punkte und Plätze.
Traditionell endete der erste Tag mit einem Kutschenumzug durch die Granseer Altstadt mit Halt vor der Kirche, wo Pfarrer a. D. Gerhard Gabriel aus Grüneberg schon die Gespanne erwartete. Seine kurze Andacht wurde musikalisch von Meike Katrin Merkel begleitetet, die mit ihrer gewaltigen Stimme das „Ave Maria“ von Schubert und „Ein Hoch auf uns“ von Andreas Bourani sang. Umringt wurden die Gruppe von vielen Zuschauern, die die Ankunft jeder Kutsche mit viel Beifall bedachten.
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Am zweiten Tag standen die Geländefahrten und die Jagd nach Punkten an. Dabei führte der Parcours zum ersten Mal durch ein nachgebildetes Granseer Stadttor, dem ganzen Stolz von Olaf Peter. Sechs Meter hoch thronte es oben auf der Spitze des Hügels. „Gransee ist meine Heimat, ich möchte, dass die Granseer an der Veranstaltung teilhaben“. Sein Ziel ist es, dieses Fahrturnier auf Dauer in Gransee als Volksfest zu etablieren. Mit dieser Veranstaltung seien alle Pferdesportarten im Kreis Oberhavel vertreten. Mit von der Partie waren auch die Mitglieder des Landesverbands Pferdesport Berlin–Brandenburg. So wurde das Fahrsportfestival auch dazu genutzt, um auf dem Ilseberg zwei Landesmeisterschaften auszutragen, und zwar die Meisterschaft für Einspänner Pony in der Altersklasse „Unter 25“ und die offene Meisterschaft für Einspänner. Für die Sieger in beiden Kategorien gab es neben dem Landesmeistertitel auch die entsprechende Würdigung mit Medaillen.
Die offenen Landesmeisterschaften Berlin–Brandenburg in Dressur und Springen sowie Dressurreiten mit Handicap fanden an diesem Wochenende zeitgleich wieder auf dem Gelände des Brandenburgischen Haupt– und Landgestüts in Neustadt an der Dosse statt. Traditionell ging es in der Sommerferienzeit dort um die begehrten Schärpen in Rot–Weiß in verschiedenen Alterskategorien.