Projekt: Eine Bahnschranke nach Neuhäsen

Immer wieder unterschätzten Kraftfahrer die Schnelligkeit der Züge und es kommt zu Zusammenstößen.
MozIgnorante Kraftfahrer
Obwohl Hinweisschilder anzeigen, dass Kraftfahrer die Geschwindigkeit stufenweise von 80 über 50 und 30 auf 10 Kilometer pro Stunde reduzieren sollen, missachten viele Verkehrsteilnehmer die Vorgaben und hoffen, den Kreuzungsbereich ohne Schwierigkeiten befahren zu können. Die Folge sind teilweise schwere Unfälle, wenn ein Zug gegen ein Auto prallt. Deshalb soll nun eine Schranke installiert werden, um den Bahnübergang sichern zu können.
Ganz so einfach ist das Projekt aber doch nicht umzusetzen. Denn neben der Deutschen Bahn ist auch das Löwenberger Land als Straßenbaulastträger, sprich Eigentümer der Ortsverbindungsstraße, mit im Boot. Beide Parteien müssen dafür einen Vertrag schließen, und eben dem haben die Gemeindevertreter des Löwenberger Landes nun zugestimmt.
Generell kann sich die Gemeinde gar nicht gegen das Projekt stellen, da es um die Gewährung der Sicherheit geht. Doch wird ihr bei den Planungen und der Umsetzung ein Mitspracherecht eingeräumt, wie der Kreuzungsbereich ausgebaut werden soll. Die dafür notwendigen Planungen werden derzeit durch das Eisenbahnbundesamt erarbeitet und der Gemeinde zugestellt. Dabei orientiert sich das Eisenbahnbundesamt am Ausbaustandard ähnlicher Übergänge.
Zugleich wird mit dem Vertrag die Kostenverteilung geregelt. Die anteiligen Kosten für das Löwenberger Land betragen rund 195 000 Euro, insbesondere für den Straßenbau. Die Mittel dafür haben die Abgeordneten bereits im Haushalt für 2020 eingestellt. Zusätzlich kann die Gemeinde, nachdem der Vertrag nun unterschrieben ist, auch Fördermittel einwerben, was natürlich postwendend gemacht wird. Im besten Fall könnten 170 000 Euro fließen und der Gemeindeanteil damit auf rund 25 000 Euro schrumpfen.
Geplanter Bauablauf
Nach dem augenblicklichen Stand der Planungen sollen die Bauarbeiter im Herbst anrücken. Noch ist unklar, wie lange die Arbeiten dauern werden.