Radwegebau: E-Bike-Ladesäulen fürs Löwenberger Land

So könnten auch die Stationen im Löwenberger Land aussehen.
privatDas Löwenberger Land mit seinen 17 Ortsteilen hat eine Menge zu bieten: idyllische Landschaften, Schlösser, Seen und weite Felder. Die Einwohner wissen das, die Gemeindevertreter ebenso. Doch mehr und mehr entdecken auch Urlauber und Wochenendausflügler das Löwenberger Land. Viele kommen mit dem Kraftfahrzeug, etliche aber auch mit dem Rad oder E-Bike. In Berlin in den Zug steigen, um in Grüneberg oder Neulöwenberg auf den Drahtesel umzusteigen, das ist kein Problem mehr. Die Gemeindevertreter reagieren auf die Nachfrage mit der Ausweisung neuer Radwege. Noch in diesem Jahr sollen Radler von Oranienburg über Nassenheide und Teschendorf bis nach Löwenberg fahren können. Die Bauarbeiten am noch fehlenden Teilstück des Radweges zwischen Nassenheide und Teschendorf haben gerade begonnen. Auch die Anbindung von Liebenberg nach Falkenthal und Zehdenick ist nicht vergessen, sondern wird immer wieder angemahnt. Mit dem Ausbau des Teilstückes der B 109 von Falkenthal bis zur Einmündung auf die B167 soll er Realität werden.
Das Löwenberger Land plant, das vorhandene Radwegenetz kontinuierlich auszubauen. Dazu gehören natürlich auch Rastplätze, an denen Radfahrer einen Zwischenstopp einlegen können, um sich zu stärken und zu erholen, wo sie Informationen über die Gemeinde, die Landschaft und weitere Ziele finden und wo sie, wenn sie denn mit dem E-Bike unterwegs sind, auch eine Ladestation zum Aufladen der Batterien finden. Auf Letzteres reagiert nun die Firma „HEJO Marketing GmbH“ aus Passau mit dem Angebot an die Gemeinde, Solarladestationen für E-Bikes aufzustellen. Der Vorteil für die Gemeinde ist, dass sie nichts dafür bezahlen muss. Auch sind weder eine Baugenehmigung notwendig noch Planungs- und Anschaffungskosten. Finanzieren sollen sich die Anlagen über Werbeeinnahmen, wenn dort Kunden ihre Angebote offerieren. Weitere Stärken der Stationen sind, dass sie schnell und ohne Erdarbeiten sowie ohne Beschädigungen des Untergrunds aufgestellt und trotzdem bis zu einer Windstärke von „12“ nicht umgeweht werden können. Auch eine Wartung sei laut der Informationen des Anbieters nicht notwendig, und Strom gebe es dank eines 7,8 Kilowattstunden Batteriespeichers sogar dann, wenn die Sonne nicht scheine.
Bis zu drei E-Bikes, Rollatoren und Rollstühle können gleichzeitig angeschlossen werden, zusätzlich sind zwei USB-Anschlüsse für Smartphones, Tablets oder ähnliches vorhanden. Für Smartphones, die einen drahtlosen Ladevorgang unterstützen, steht zusätzlich noch eine Qi-Wireless Induktionsladestation zur Verfügung.
Ein Angebot, das die Mitglieder des Bauausschusses nicht ablehnen wollen, wenn es sie tatsächlich nichts kostet. Sie hatten auch Vorschläge parat, wo die Stationen errichtet werden könnten, nämlich dort, wo Radwege aufeinander treffen. Passend zum Fontane-Jahr würden sie eine Bereicherung des Fontane-Radweges sein, waren sich die Abgeordneten einig. Für die Gemeindevertretung und die Verwaltung gab es den generellen Hinweis, das Angebot nicht gleich auszuschlagen, sondern weitere Gespräche mit dem Anbieter zu führen.(veb)