RE5 in Gransee
: Fahrgast im Bus rastet aus – was passiert ist

Zu einem Zwischenfall ist es beim Schienenersatzverkehr in Gransee gekommen. Der Streit mit einem Fahrgast endete für den Busfahrer im Krankenhaus.
Von
Martin Risken
Gransee
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Schienenersatzverkehr Haltestelle am Bahnhof Fürstenberg

Beim RE5-Schienenersatzverkehr kam es am Bahnhof Gransee zu einer Auseinandersetzung. Weil Fahrgäste den überfüllen Bus verlassen sollten, kam es zum handfesten Streit zwischen einem Fahrgast und dem Busfahrer. (Symbolfoto)

Martin Risken
  • Zwischenfall im SEV des RE5 in Gransee: Streit im überfüllten Bus eskalierte.
  • Busfahrer forderte stehende Fahrgäste aus Sicherheitsgründen zum Aussteigen auf.
  • Ein Fahrgast schlug den 32-jährigen Fahrer, der daraufhin leicht verletzt ins Krankenhaus musste.
  • Der Angreifer flüchtete unerkannt; Polizei sichert Videoaufnahmen und sucht Zeugen.
  • Überfüllte Busse bleiben ein Problem im Schienenersatzverkehr der Region.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Zu einem Zwischenfall ist es beim Schienenersatzverkehr (SEV) für den Regionalexpress RE5 gekommen. Am Bahnhof Gransee weigerte sich der SEV-Busfahrer am Mittwoch (23. Juli), die Fahrt Richtung Oranienburg fortzusetzen, weil der Bus überfüllt gewesen sei. Das teilte die Polizei am Folgetag mit.

Einige der Fahrgäste mussten stehen. Daraufhin habe der Fahrer alle Fahrgäste, die keinen Sitzplatz hatten, aus Sicherheitsgründen aufgefordert, den Bus zu verlassen. Doch einige weigerten sich, worauf der 32-jährige Busfahrer sein Fahrzeug verlassen habe. Dadurch eskalierte die Situation.

Brutaler Angreifer flüchtete unerkannt

Der pausierende Busfahrer wurde durch einen Fahrgast angegriffen. Dieser habe den 32-Jährigen mit der Faust ins Gesicht geschlagen, berichtete Joachim Lemmel, Sprecher der Polizeidirektion Nord. Der Schlag ins Gesicht war offenbar so heftig, dass der Busfahrer an der Haltestelle in der Poststraße eine Böschung heruntergefallen sei. Er sei dabei leicht verletzt worden und musste in das Krankenhaus in Gransee eingeliefert werden.

Von dem Angreifer fehlte anschließend jede Spur. Er flüchtete zu Fuß und konnte auch im Rahmen einer Nahbereichsfahndung nicht ausfindet gemacht werden. Nun setzt die Polizei auf Zeugenaussagen und will die Videoaufzeichnungen aus dem Bus auswerten. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Körperverletzung.

Bei Überlandfahrten, so hieß es zur Begründung, dürften Fahrgäste nicht stehen. Wobei nicht jeder Busfahrer gleich alle Fahrgäste ohne Sitzplatz auffordert, den Bus zu verlassen. Am ersten Tag des Schienenersatzverkehrs am 9. Juli mussten Reisende ebenfalls in einem überfüllten Bus des SEV auf der Fahrt von Fürstenberg nach Oranienburg stehen, weil die Sitzplätze belegt waren. Die Bahn hatte morgens gegen 7 Uhr nur einen Bus Richtung Oranienburg eingesetzt, obwohl zu dieser Uhrzeit viele Pendler unterwegs waren. Wer nicht mitkam, musste eine Stunde auf den nächsten Bus warten.