Um das Leben in den Kirchengemeinden im und auf Abstand weiterzuführen, zeigen sich die Pfarrerinnen und Pfarrer der Region Gransee erfindungsreich. Der Öffentlichkeitsbeauftragte des Kirchenkreises Oberes Havelland, Stefan Determann, gab dazu einen kleinen Überblick.
So setze Pastorin Ruth-Barbara Schlenker aus Grüneberg setzt Telefonandachten, die sie für ihre Gemeinden anbietet. „Eine andere Form von Gottesdienst, die mehr zum Gespräch anregt“, wie es heißt. Schlenker freue sich bereits über die gute Resonanz auf das Angebot freut. Pfarrerin Juliane Lorasch aus Gutengermendorf schreibe indes Gottesdienstbriefe, die in den Dörfern ihres Pfarrbereichs verteilt werden und an den Kirchen zur Abholung bereit liegen. Bei Pfarrerin Christine Gebert aus Herzberg, zu deren Pfarrbereich auch die Gemeinden Grieben und Glambeck gehören, gebe es immer sonntags um 10 Uhr einen Zoom-Gottesdienst.

Gottesdienst zu Hause

Und auch in Zehdenick läuten am Sonntag um Zehn die Glocken zum Gottesdienst. Aber nicht für den Weg in die Kirche: „Wir feiern Gottesdienst und sagen gleichzeitig, bitte bleiben Sie zuhause“, wird Pfarrer Andreas Domke zitiert. Im Internet stehen die Lieder und Texte zum Abruf bereit. Wer keinen Internetzugang hat, der bekomme den Ablauf direkt über das Pfarrbüro.
Seit dem Jahreswechsel zeichnet der Kirchenkreis zudem jede Woche eine Video-Andacht auf, die dann ab Sonntagvormittag gesendet wird. Am kommenden Sonntag predigt Superintendent Uwe Simon aus der Meseberger Kirche. Zu sehen ist die Andacht ab 10.15 Uhr auf den Youtube- und Facebook-Kanälen des Kirchenkreises und auf der Homepage.
Um das sonst so rege Gemeindeleben mit den zahlreichen Gruppen und Kreisen im Fluss zu halten, werden Briefe oder Karten an Gemeindeglieder geschrieben. Viele telefonieren oder verabreden sich zum seelsorgerlichen Zweierspaziergang, bei dem es leicht möglich ist, die notwendigen Regeln einzuhalten. „Da wo Menschen seelsorgerliche Nähe brauchen, soll und wird dies möglich sein“, so der Superintendent.
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