Rummel
: Unterkühltes Zehdenicker Frühlingsfest

Mehrere Schausteller und ein dreitägiges Bühnenprogramm locken am Wochenende die Besucher auf den neuen Zehdenicker Festplatz.
Von
Wolfgang Gumprich
Zehdenick
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Für jede Menge Nervenkitzel war drei Tage lang gesorgt: Attraktive Fahrgeschäfte waren der Hingucker beim Frühlingsfest auf dem neuen Festplatz in Zehdenick.

Wolfgang Gumprich

Am Sonnabendnachmittag unterhielt auf der Bühne das Berliner Duo „Chili“ mit Liedern der vergangenen 60 Jahre. Die große Tanzfläche davor füllte sich nur spärlich. Auch der musikalische Auftakt mit der Abba–Cover–Band „A4U“ hätte am Freitagabend durchaus besser besucht sein können. Immerhin rund 150 Partygäste tanzten sich zu „Waterloo“ und „SOS“ warm.

Coverband kommt gut an

Als „Berlins und Brandenburgs beste und beliebte Coverband“ war „Right Now“ für Samstagabend angekündigt. Die Band in klassischer Besetzung — Gitarre, Schlagzeug, Tasten und Bass sowie einem Sänger und einer Sängerin – rockten die Bühne. Beim genauen Zuhören fiel dem Publikum auf, dass auf der Bühne nicht die Originale, sondern eine Nachspiel–Band standen. Die Tanzfläche war gut gefüllt, die Hände gingen gen Himmel, als alle „Pocahontas“ mitsangen.

Mehr oder weniger zufrieden mit der Zahl der Besucher zeigte sich Verans4talter Torsten Holtfeuer am Sonntagnachmittag. Er ärgerte sich über das schlechte Wetter, das den Schaustellern das Geschäft verhagelt habe. Deutlich weniger Besucher als in den beiden ersten Jahren seien gekommen, obwohl das Konzept in diesem Jahr noch etwas überarbeitet worden war. Die rot–weiße Kaffeetafel, eigentlich als krönender Abschluss des Festes gedacht, litt deutlich unter den kühlen Temperaturen.

Überschattet wurde die Veranstaltung am Freitagabend von einem pöbelnden Festbesucher. Ein 29–Jähriger wurde aufgrund seiner starken Alkoholisierung (2,58 Promille) durch das Sicherheitspersonal aufgefordert, den Ort zu verlassen. Zunächst kam der Mann der Aufforderung nach, erschien wenig später aber erneut. Als er wiederum aufgefordert wurde, sich zu entfernen, begann er in Richtung des Sicherheitspersonals und der Gäste ausfallend zu werden. Des Weiteren warf er mit Glasflaschen nach ihnen. Die Beamten forderten den Randalierer auf, sich auszuweisen. Dem kam er nicht nach. Stattdessen holte er unvermittelt mit der rechten Hand zum Schlag aus und versuchte einen Beamten zu treffen. Der Angriff konnte abgewehrt werden. Der 29–Jährige wurde gefesselt und in Gewahrsam genommen. Er muss sich wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung verantworten.