Trinkwasser in Zehdenick
: Stadtwerke geben Entwarnung, Wasser wieder trinkbar

In Zehdenick wurden erhöhte Bromatwerte im Trinkwasser festgestellt. Stadtwerke und Gesundheitsamt geben jetzt Entwarnung.
Von
Marco Winkler
Zehdenick
Jetzt in der App anhören
Kühler Durstlöscher: Zwergpudel "Friedlich" darf sich auch kurz an der Zapfstelle in der Kernstadt von Zehdenick erfrischen.

Kühler Durstlöscher: Zwergpudel „Friedlich“ darf sich auch kurz an der Zapfstelle in der Kernstadt von Zehdenick erfrischen. Das Trinkwasser ist nun wieder trinkbar.

Jürgen Liebezeit
  • Gesundheitsamt hebt Nutzungsbeschränkung in Zehdenick mit sofortiger Wirkung auf.
  • Trinkwasser aus dem Wasserwerk Exin ist laut Labors ohne nachweisbares Bromat.
  • Ursache der früher erhöhten Bromatwerte bleibt unklar, Prüfungen laufen weiter.
  • Stadtwerke planen eine Bürgerversammlung – Termin, Zeit und Ort folgen.
  • Dank an Bürger, Hilfsorganisationen und Nachbarverbände für Unterstützung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Gute Nachrichten aus Zehdenick: „Mit sofortiger Wirkung hat das Gesundheitsamt die Nutzungsbeschränkung für das Trinkwasser in Zehdenick aufgehoben.“ Das teilen die Stadtwerke in einer Pressemitteilung am Mittwoch, 8. Juli, mit. Das Trinkwasser kann damit wieder uneingeschränkt genutzt werden.

„Die abschließenden Untersuchungen des Landeslabors Berlin-Brandenburg bestätigen die vorliegenden Ergebnisse der weiteren beauftragten Labore“, so die Stadtwerke. Somit steht fest, dass im Trinkwasser aus dem Wasserwerk Exin, das die Kernstadt sowie die Ortsteile Siedlung II, Krewelin, Kappe, Wesendorf, Neuhof und Vogelsang versorgt, kein Bromat nachweisbar ist.

Das Gesundheitsamt hat daraufhin die Anordnung zur Nutzungsbeschränkung mit sofortiger Wirkung aufgehoben. „Nach derzeitigem Kenntnisstand besteht keine Gesundheitsgefahr“, so das Gesundheitsamt in einer Stellungnahme.

Ursache für Bromat-Wert im Trinkwasser weiter unklar

Nachdem die Stadtwerke Zehdenick über eine Grenzwertüberschreitung des Parameters Bromat im Trinkwasser informierten, wurden umgehend weitere Untersuchungen durch unabhängige Labore beauftragt.

Parallel prüften die Fachleute der Stadtwerke in enger Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt sowie in Rücksprache mit Hydrogeologen mögliche Ursachen und den gesamten Verfahrensablauf der Trinkwassergewinnung und -verteilung im Hinblick auf einen möglichen Bromateintrag.

Zu den fachlichen Untersuchungen gehörte auch die Bewertung möglicher Entstehungswege von Bromat, da im Grundwasser Bromat nicht natürlich vorkommt. Im Wasserwerk Exin werden keine technischen Verfahren eingesetzt, bei denen Bromat entstehen könnte.

Die Ergebnisse der umfassenden Untersuchungen lagen den Stadtwerken im Laufe der Woche schrittweise vor. „Um die Öffentlichkeit auf Grundlage eines möglichst vollständigen und fachlich abgesicherten Kenntnisstandes zu informieren, wurden sämtliche Untersuchungsergebnisse zunächst zusammengeführt und gemeinsam mit dem Gesundheitsamt bewertet“, heißt es.

Mit der Aufhebung der Nutzungsbeschränkung ist die fachliche Aufarbeitung der Ereignisse für die Stadtwerke Zehdenick noch nicht abgeschlossen. Gemeinsam mit den zuständigen Partnern werden die Abläufe umfassend ausgewertet, um den gesamten Vorgang transparent nachzuvollziehen und daraus gegebenenfalls weitere Erkenntnisse abzuleiten.

Stadtwerke laden in Zehdenick zur Bürgerversammlung

Deshalb werden die Stadtwerke Zehdenick zeitnah zu einer Bürgerversammlung einladen. Dort werden der Ablauf der Ereignisse, die durchgeführten Untersuchungen sowie die gewonnenen Erkenntnisse ausführlich vorgestellt und Fragen beantwortet. Über Tag, Zeit und Ort wird rechtzeitig informiert.

Die Stadtwerke Zehdenick danken allen Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis während der Nutzungsbeschränkung. „Unser Dank gilt zudem den unterstützenden Hilfsorganisationen wie THW, Feuerwehr und der Stadtverwaltung, die den Betrieb der Trinkwasser-Entnahmestellen mit großem Engagement abgesichert haben“, so Geschäftsführer Steffen Carls.

„Weiter danken wir den benachbarten Verbänden für die kurzfristige Bereitstellung weiterer Trinkwasserbehälter. Besonders sei an dieser Stelle dem TAV Lindow-Gransee gedankt, der uns das Trinkwasser zur Befüllung der Wasserentnahmestellen zur Verfügung gestellt hat.“ Nicht zuletzt dankt er den Kolleginnen und Kollegen für ihren Einsatz bei der Bewältigung der Lage. „Das zeigt den starken Zusammenhalt in dieser Situation.“