Umschulung zum Erzieher: „Jugendarbeit ist mein Ding“

Hat den Durchblick: Chris Hinderlich ist der Neue im Jugendbereich des Löwenberger Landes.
Volkmar ErnstAus Schmachtenhagen stammt Chris Hinderlich und hat in Oranienburg die Torhorstschule besucht. Nach der Schule schloss sich dann die Ausbildung zum Autolackierer an. Schon ein Traumberuf, wie er gern zugibt, aber eben nicht seiner. Bereits während der Lehre merkte er, dass er lieber mit Menschen zu tun hat, insbesondere mit Kindern und Jugendlichen. Dafür steht auch seine ehrenamtliche Mitarbeitet im DRK–Jugendclub in Oranenburg. Dennoch schmiss Chris die Lehre nicht, sondern zog sie bis zum Abschluss durch. Es folgten sogar noch zwei Monate als Lackierer, doch dann war wirklich Schluss. Chris ließ sich zum Erzieher umschulen. Es folgen abermals drei Jahre Schule und Ausbildung, doch waren die eben für ihn kein Problem. Mitte 2018 war er fertig und suchte nach einer Anstellung. Da riet ihm eine Freundin, doch im Löwenberger Land nachzufragen.
Gesagt, getan! Knappe 48 Stunden nach dem Vorstellungsgespräch hatte er seinen Arbeitsvertrag in der Tasche. Bereut hat er seine Entscheidung nie, und für die Jugendlichen, zumindest die in Grüneberg, steht fest: „Dich lassen wir nicht wieder weg!“ Warum? „Weil er einer von uns ist“, ist da prompt zu hören.
Dabei ist es keineswegs so, dass Hinderlich auf Regeln verzichtet. Doch er gibt den Jugendlichen nicht einfach etwas vor. Er fragt sie und lässt sie bestimmen. Das heißt dann eben auch, dass in Grüneberg Graffiti angefertigt werden, während im Nassenheider Jugendclub die nächsten Billard–Champions den letzten Schliff bekommen. Die nächste Aktion, die sich die Jugendlichen gewünscht haben, ist eine eine Übernachtung im Club. Die bereitet Chris gerade vor.(veb)