Das Unglück ereignete sich um kurz nach 15 Uhr. Das Kleinflugzeug war auf einem Feld zwischen Gransee und Badingen abgestürzt. Laut Polizeisprecherin Dörte Röhrs war der Pilot im Landeanflug auf den Flugplatz. Die Maschine wurde bei dem Aufprall komplett zerstört. An Bord des Flugzeugs sollen auch 14 Fallschirmspringer gewesen sein. Diese waren nach Polizeiangaben vor dem Unglück "planmäßig gesprungen" und blieben unverletzt.
Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr, ein Rettungshubschrauber, Polizei und Rettungswagen waren kurz nach dem Unglück vor Ort. Auch die Flugsicherung sowie die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen wurden informiert. Diese Behörden untersuchen das Wrack, bevor es für die weiteren Ermittlungen freigegeben wird. Die Unglücksursache ist bislang unklar. Zwei Gutachter sollen nun klären, wie es zu dem Absturz des einmotorigen Flugzeugs des Typs Cessna 208 kam. Nach Angaben eines Sprechers ist das eine häufig von Fallschirmspringern genutzte Maschine.
Beim Granseer Flugplatz handelt es sich um einen Sonderlandeplatz. Er wird ausschließlich für den Flugbetrieb im Rahmen von Fallschirmsport genutzt. Der Betrieb am Sprungplatz Gransee, der von der Firma GoJump veranstaltet wird, ist seit Februar 2017 im Besitz des Hamburger Unternehmerpaares Nga Dieu und Jan-Dietrich Hempel. Geschäftsführerin Nga Dieu war am Mittwoch zu keiner Stellungnahme bereit. Etwas unsensibel: Etwa eine Stunde nach dem Unglück wurde auf der Facebook-Seite von Go Jump ein Post abgesetzt, der "Pure Freude bei unseren Springern" zeigen soll und Interessierte zum Tandemsprung einlädt.
Einen Unglücksfall gab es zuletzt 2014 auf dem Granseer Flugplatz. Seinerzeit war ein 50-jähriger Fallschirmspringer ums Leben gekommen, als sich sein Schirm zwar öffnete, er dann aber aber ins Trudeln geriet und der Reserveschirm nicht auslöste.