Vogelgrippe in Zehdenick
: Geflügelpest-Ausbruch – was Hühner-Halter wissen müssen

In Zehdenick ist die Geflügelpest auf einem Hof ausgebrochen. Zahlreiche Hühner sind tot. Was Halter jetzt zur Vogelgrippe wissen müssen.
Von
Marco Winkler
Zehdenick
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Geflügelpest in Niedersachsen: ARCHIV - 08.01.2021, Niedersachsen, Wardenburg: Ein Schild mit der Aufschrift „Geflügelpest Sperrbezirk“ steht an einer Straße nahe des Ortsteils Littel im Landkreis Oldenburg. (zu dpa: «Geflügelpest: Nordfriesland ordnet Aufstallungsgebot an») Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

In Zehdenick ist die Geflügelpest ausgebrochen. Zahlreiche Hühner sind tot. Der Landkreis appelliert jetzt an weitere Tierhalter, Maßnahmen wegen der Vogelgrippe zu ergreifen.

Hauke-Christian Dittrich/dpa
  • Geflügelpest-Ausbruch in Zehdenick: H5N1 bestätigt, über 40 Hühner tot.
  • Landkreis fordert Maßnahmen: Hygiene, Desinfektion, Vorsicht bei kranken Tieren.
  • Symptome: Fieber, Appetitlosigkeit, Schwäche, Atemnot, sinkende Legeleistung.
  • 200 Vogelgrippe-Fälle in Deutschland 2024, Virus über Kontakte und Transporte verbreitet.
  • Menschen sollten kranke oder tote Vögel nicht anfassen, Risiko für Menschen gering.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In Oberhavel hat sich der Ausbruch der Geflügelpest bestätigt. Zahlreiche Tiere sind tot. Der Landkreis ruft Geflügelhalten auf, besondere Maßnahmen zu ergreifen. Die Vogelgrippe wurde auf einem privaten Geflügelhof in Zehdenick festgestellt.

Darüber informierte der Landkreis Oberhavel am Freitag (21. Februar 2025). Tags zuvor wurden Erreger der Geflügelpest H5N1 durch Untersuchungen des Landeslabors Berlin-Brandenburg festgestellt. Eine Zweitprobe des Nationalen Referenzlabors am Friedrich-Loeffler-Institut hat das Virus am Freitag bestätigt.

Mehr als 40 Hühner an Geflügelpest in Zehdenick gestorben

Der Halter selbst hatte das Veterinäramt informiert. „In der in Oberhavel betroffenen privaten Hühnerhaltung sind inzwischen alle 43 Tiere verendet“, teilte die Kreisverwaltung mit. Auf Nachfrage heißt es, die Legehennen seien am Virus gestorben. Sie mussten nicht gekeult werden.

„Die Viren treten in zwei Varianten und verschiedenen Subtypen auf, die unterschiedlich gefährlich sind“, heißt es in der Kreismitteilung. „In Geflügelbeständen kann die Geflügelpest schnell zur Epidemie werden.“ Deshalb seien Geflügelhalter jetzt zur Achtsamkeit aufgerufen.

„Die Geflügelpest ist für Hausgeflügel hochansteckend“, so Nancy Klatt, Dezernentin für Verbraucherschutz im Landkreis. „Deshalb sind wir jetzt besonders wachsam und haben den betroffenen Hof umgehend gesperrt.“ Oberste Priorität habe der Schutz der Tiere in anderen Geflügelhaltungen.

Gerade im Nordkreis von Oberhavel gibt es eine nicht unerhebliche Zahl von Haltern und Züchtern. „Die bekannten Biosicherheitsmaßnahmen – also Hygiene, Reinigung und Desinfektion – müssen unbedingt stets von allen Geflügelhalterinnen und Geflügelhaltern eingehalten werden. Nur so können wir verhindern, dass sich der Erreger weiter ausbreitet“, so Klatt.

Kranke Tiere: Das sind die Symptome der Vogelgrippe

Die Geflügelpest ist anzeigepflichtig. Wie Halter erkennen, ob ihre Tiere betroffen sind: Zu den Symptomen gehören hohes Fieber, Appetitlosigkeit, Schwäche und Atemnot. Zudem sinkt die Legeleistung bei Höhner deutlich.

„Sollten Geflügelhalterinnen und -halter vermehrt feststellen, dass Tiere in ihrem Bestand erkranken oder verenden, ist dies unverzüglich dem Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Landkreises zu melden“, so der Landkreis. Wer seinen Tierbestand noch nicht angemeldet hat, soll das „unverzüglich“ nachholen.

200 Vogelgrippe-Fälle in Deutschland im Jahr 2024

In Deutschland gab es 2024 rund 200 Fälle der Tierseuche. Übertragen wird das Virus über den direkten Kontakt von Tier zu Tier. Aber auch über Kleidung, Futter und Transporte kann sich die Vogelgrippe ausbreiten.

Wildvögel können das Virus über weite Strecken verschleppen. „Bürgerinnen und Bürger sollten deshalb kranke oder verendete Vögel und Wildvögel nicht anfassen“, so der Landkreis. „Für Menschen ist das Risiko, sich mit dem Virus anzustecken, übrigens gering.“