Widerstand
: Bürgerinitiative „Gegen Gasbohren“ gründet sich

Am 31. Januar gründet sich in Templin die Bürgerinitiative „Gegen Gasbohren“. Sie will die Förderung von Erdgas im Gebiet Zehdenick-Nord verhindern.
Von
Martin Risken
Zehdenick
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Unterstützer gesucht: Kyra Maralt (links) aus Warthe startete kürzlich in Templin eine Unterschriftensammlung.

Martin Risken

„Außerdem ist es für uns unverständlich, weshalb man inmitten von Natur- und Wasserschutzgebieten und bewohnten Gebieten diese riskanten Gasbohrungen zulassen will, wenn für viele Milliarden Euro die Erdgaspipeline von Russland gebaut wird, die in naher Zukunft die Erdgasversorgung in Deutschland sicherstellt. Also liegt auch kein Notstadt vor, der so ein Vorhaben eventuell rechtfertigen könnte.“

Die Jasper Resources will im Gebiet Zehdenick-Nord nach Erdgas bohren. Zurzeit finden seismografische Messungen statt, die Aufschluss über die tatsächliche Größe des Gasfeldes geben sollen. Die deutsche Niederlassung der niederländischen Jasper Resources in Zehdenick hat vom Landesbergamt Brandenburg zunächst die Erlaubnis erhalten, nach Erdgas zu suchen. Noch hat die Firma nicht die Erlaubnis, auch Erdgas konventionell, also ohne den Einsatz von Fracking zu fördern. Das gelte es nun zu verhindern, heißt es weiter im Aufruf zur Gründung der Bürgerinitiative.

„Wir wollen unsere Häuser und Grundstücke vor Absenkung, Verwerfung, Rissbildungen und Erdbeben bewahren. Unsere Gesundheit und die unserer Kinder vor vergiftendem Quecksilber, Radioaktivität und hoch krebsauslösendem Benzol schützen“, so die Unterzeichner des Aufrufes zur Gründung der BI, zu denen auch Graziella Andreone aus Falkenthal gehört. Unterstützt wird die BI von Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Auf der Internetseite BI www.gegen-gasbohren.de gibt es weitere Informationen zu den Forderungen.(ris)