Wohnraum: Zusätzliche Flächen für neue Eigenheime

Noch mehr Eigenheim-Baustellen wird es in nächster Zeit in Zehdenick geben: Dutzende Grundstücke werden dafür demnächst im Stadtgebiet ausgewiesen oder erschlossen.
Martin RiskenVorrangig sollen Brachflächen für die Wohnbebauung erschlossen werden. So zum Beispiel am Grünen Weg in Zehdenick, wo im Außenbereich, der unmittelbar an den Innenbereich angrenzt, ein kleines Wohngebiet mit 15 Eigenheimgrundstücken erschlossen wird. Jedes Grundstück hat eine Fläche von 750 Quadratmeter. „Die Planung trägt der gesteigerten Nachfrage an Wohnungbaugrundstücken beziehungsweise Wohnraum der Stadt Zehdenick Rechnung“, schreibt der vom Eigentümer beauftragte, freischaffende Stadtplaner Sebastian Rhode. Aufgrund des erhöhten Bedarfs an Baugrundstücken sollen auch Doppelhäuser zulässig sein. Insgesamt sind je nach baulicher Ausnutzung des Areals dann bis zu 22 Wohneinheiten umsetzbar.
Teure Anliegerstraße
Die Erschließung erfolgt über eine private, ringförmige Verkehrsfläche. Diese mündet an zwei Stellen auf den Grünen Weg. Fünf Grundstücke grenzen aber auch direkt an den Grünen Weg. Probleme könnte die nahegelegene Biogasanlage der Firma Spradau GmbH darstellen, die rund 400 Meter Luftlinie vom geplanten Wohngebiet entfernt liegt. Das Landesumweltamt gibt aber Entwarnung: Aufgrund des Abstandes der Anlage sei mit keinen „relevanten Geruchs- oder Schallimmissionen“ zu rechnen.
Das Problem hat die Stadt Zehdenick nicht, die eine Brachfläche nördlich des Robinienweges für die Wohnbebauung ausweist. Dafür biss die Stadtverwaltung bei privaten Grundstückseigentümern auf Granit, die nicht bereit waren, ihre Grundstücke in das Vorhaben miteinzubringen. Damit muss die Kommune auch andere Wege bei der Verkehrserschließung gehen, denn direkte Anbindung an den Robinienweg kommt damit nicht in Frage, was das Vorhaben offenbar erheblich verteuert. Die 260 Meter lange Verbindung zwischen der Straße des Aufbaus und Grüner Weg kosten rund 270 000 Euro, bei gerade einmal zehn bis fünfzehn Baugrundstücken. Die Kosten müssen auf die privaten Bauherren umgelegt werden, weil es sich um eine Ersterschließung handelt und nicht gleichgesetzt werden könnten mit den Straßenausbaubeiträgen, die im Land Brandenburg abgeschafft werden sollen, betonte Fachbereichsleiter Fred Graupmann.
Quasi schon vor dem Abschluss der Bauplanung steht das Areal an der Ribbecker Straße im Ortsteil Mildenberg. Womöglich noch in diesem Jahr können dort die ersten Häuser errichtet werden. Gut ein Hektar Land steht für eine aufgelockerte Wohnbebauung mit maximal zwei Vollgeschossen zur Verfügung.
Zwischen Planung und Erschließung
Drei neue Wohngebiete sind in der Stadt Zehdenick in Vorbereitung.Bis zu 15 Eigenheime lassen sich auf dem städtischen Areal zwischen der Straße des Aufbaus und der Kirschenallee bauen. Es gibt bereits einen rechtskräftigen Bebauungsplan. Zurzeit trifft die Verwaltung die Vorbereitung für die Erschließung der Brachfläche.Je nach Art der Bebauung könnten auf einer Brachfläche am Grünen Weg 15 oder 22 Wohneinheiten errichtet werden. Gegenwärtig liegt der Entwurf des Bebauungsplanes den Stadtverordneten zur Beschlussfassung vor.Weit fortgeschritten ist der Bebauungsplan für das Gebiet an der Ribbecker Straße in Mildenberg, vorausgesetzt, dass die Stadtverordneten den Satzungsbeschluss am 9. Mai annehmen werden. Der Plan kann dann demnächst in Kraft treten. Mehrere Eigenheime könnten dort rasch gebaut werden. Das Areal befindet sich ebenfalls in privater Hand.⇥ris
