Zusammenarbeit
: Bibliothekenverbund feiert Zehnjähriges

Der Bibliothekenverbund Oberhavel-Nord begeht in Gransee sein zehnjähriges Bestehen. Gemeinsame Aktionen sind auch für 2020 geplant.
Von
Matthias Henke
Gransee
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  • Über eine passende Schnellzeichnung von Charlotte Hofmann konnte sich die Granseer Bibliotheksleiterin Irina Richter freuen.

    Über eine passende Schnellzeichnung von Charlotte Hofmann konnte sich die Granseer Bibliotheksleiterin Irina Richter freuen.

    Matthias Henke
  • Unterhaltsam: Gedichte und Lieder, vorgetragen von Gymnasiastinnen, gehörten zum Programm.

    Unterhaltsam: Gedichte und Lieder, vorgetragen von Gymnasiastinnen, gehörten zum Programm.

    Matthias Henke
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Um an Projekten zu arbeiten und voneinander zu profitieren, schlossen sich die Einrichtungen in Gransee, Zehdenick und Fürstenberg zusammen. „Es war eines der ersten Projekte im Mittelbereich, was mit Unterstützung der Regio Nord auf den Weg gebracht wurde“, erinnerte Regio-Nord-Chef Olaf Bechert. Anfang 2014 wurde die gemeinsame Internetseite freigeschaltet. Das Herzstück bildet der Online-Katalog. Mehr als 43 000 Medien aller drei Einrichtungen können den Nutzern zur Verfügung gestellt werden. „Ein echter Mehrwert des Verbundes“, so Bechert weiter.

Zwölf Mitarbeiter

Im Rahmen des Bibliothekenverbundes gibt es verschiedene Initiativen, mit denen die insgesamt zwölf Mitarbeiter – zwei in der Bibliothek Gransee, vier in der Bücherei Zehdenick sowie sechs ehrenamtlich Engagierte in der Bibliothek Fürstenberg – die Leselust bei Menschen jeden Alters wecken wollen. Regelmäßige Veranstaltungen sind etwa der bundesweite Vorlesetag, das musikalisch-literarische Frühlingserwachen, die Beteiligung an der interkulturellen Woche Oberhavels und Vorleseseminare für Lehrer und Erzieher.

„Eine sehr gute Zusammenarbeit bestand schon seit vielen Jahren. Das war im Prinzip schon die halbe Miete“ blickte Bibliothekarin Irina Richter auf die Gründung des Verbundes zurück. Ganz leicht sei es aber trotzdem nicht immer gewesen, es galt einige Hürden zu überwinden. So fand und findet die Bewirtschaftung der Bibliotheken in Gransee und Zehdenick unter anderen Voraussetzungen statt als in Fürstenberg. Während erstere hauptamtlich geführt werden, setzt man in der Wasserstadt auf ehrenamtliche Mitarbeiter. Doch die Ehrenamtler seien mit großer Freude und Begeisterung dabei, so Richter, die den Fürstenbergern an dieser Stelle ein Extradank aussprach. Ziel sei es, die Bibliothek als Treffpunkt und als dritten Ort für die Bürger zu etablieren. Die Veranstaltungen sind ein Baustein dafür. Das literarisch-musikalische Frühlingserwachen werde 2020 bereits zum vierten Mal stattfinden. Dieses Mal steht es in Zehdenick unter gar „mörderischen“ Vorzeichen. Mehr wollte Richter nicht verraten. In Gransee können sich die Gäste auf einen Bücherbrunch mit Texten von Eva Strittmatter und musikalischer Umrahmung freuen, in Fürstenberg auf Lieder und Gedichte

Virtuelle Welten

Seit einer Woche verfügt die Granseer Bibliothek über eine Virtual-Reality-Brille. Die Gäste der Feier waren eingeladen, etwa eine virtuelle Achterbahnfahrt mit dieser auszuprobieren. Technisch ebenfalls auf der Höhe der Zeit sind Augmented- Reality-Bücher. Bei diesen wird mittels Smartphone oder Tablet der Inhalt des Büches ergänzt. Da springe dann zum Beispiel plötzlich ein Dinosaurier durch die Bibliothek, machte Richter die Anwesenden neugierig. Gar nicht virtuell, sonder klassisch mit Zettel und Stift ging Schnellzeichnerin Charlotte Hofmann im Anschluss an die Ansprachen zu Werke und fertigte auf Wunsch Porträts von den Gästen an.

Finanzierung ausdem Kooperationsfonds

Für die technische Ausrüstung des Verbundes, unter anderem für Online-Katalog, Onleihe, Oberhavel, Filmfriend Oberhavel, Veranstaltungen und Weiterbildungen wurden bis 2019 knapp 148 000 Euro ausgegeben.

Für 2020 sind 15 100 Euro für Projekte und Initiativen im Kooperationsfonds bereitgestellt worden.

Im Internet ist der Verbund auf www.bibliothekenverbund-oberhavel.de zu erreichen.⇥mhe