1,5 Millionen Euro für Hotel: Käufer für Hennigsdorfer Hof gesucht

Der Hennigsdorfer Hof wurde letztmalig 2003 saniert. Jetzt steht das einstige Restaurant und Hotel zum Verkauf.
Roland BeckerWann das sein soll, steht allerdings noch in den Sternen. Denn das Restaurant und Hotel direkt an der S-Bahn-Brücke an der Neuendorfstraße, das in den vergangenen Jahren auch den Namen Heynekendorp trug, steht zum Verkauf. Das Haus gehört zurzeit noch einer Investorengruppe, die es bislang verpachtet hatte und nun veräußern will.
Interessenten schauen sich um
Vor Ort wurden auch schon offensichtliche Interessenten gesehen, die das Objekt unter die Lupe nahmen. Doch zugeschlagen hat bisher noch niemand. Das bestätigte am Mittwoch auch ein Makler des mit dem Verkauf beauftragten Unternehmens JJ Brokers aus dem Prenzlauer Berg in Berlin. „Das Objekt ist noch im Angebot“, informierte Patrick Müller.
Nach Recherchen dieser Zeitung wurde Interessenten das Objekt für 1,5 Millionen Euro angeboten. Allerdings sei Bereitschaft signalisiert worden, über den Preis zu verhandeln. Zum Preis hinzu kommen die Maklergebühr und offensichtlich noch eine an die Stadt zu zahlende Summe als Ablöse für fehlende Parkplätze.
Bei der Immobilie handelt es sich um zwei Häuser. Das ist einerseits das Gebäude, in dem sich das Restaurant, drei Suiten und eine Maisonette-Wohnung befinden. Der Anbau beherbergt 13 Wohnungen. Interessenten soll das Angebot auch damit schmackhaft gemacht worden sein, dass die Hotelzimmer im Anbau auch zu Wohnungen umgebaut werden könnten.
Zuletzt hatte der Hennigsdorfer Hof im Jahr 2013 einen Neustart gewagt. Auf Facebook verkündete damals Köchin Maureen, wie sie sich dort nannte, eine leckere Küche und eine neue Leitung des Hauses.
Der Hennigsdorfer Hof dürfte das älteste Hotel der Stadt sein. 1923 hatte Walter Görn das noch heute bestehende Haus als Ersatz für jenes gebaut, das dem Bahnanschluss hatte weichen müssen. Die Konditorei mit angeschlossenem Café und der zusätzlich eröffneten Stehbierhalle wurde 1929 ein Hotel angegliedert. Das Haus überstand den Zweiten Weltkrieg, verfiel aber in den folgenden Jahrzehnten immer mehr. Die damalige staatliche Handelsorganisation HO bewirtschaftete zwar das Restaurant. Doch der ehemalige Hotelbereich wurde zweckentfremdet. Manch Hennigsdorfer meint, sich daran zu erinnern, dass dort eine Zeit lang eine Wäscherei des Dienstleistungskombinats untergebracht war.
Die politische Wende brachte auch für dieses Haus eine Wende. 1993 wurden Restaurant und Hotel wiedereröffnet. Einige Jahre nannte sich das Lokal entsprechend der Ausrichtung seiner Küche Kartoffelhaus, ehe es zum Hennigsdorfer Hof wurde.
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Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf.
Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf. Und am Ende steht ein Kürzel.⇥kürzel