Angriff auf Polizistin: Polizeihund geht in Hennigsdorf auf Angreifer los

Hauptsächlich werden von der Polizei belgische Schäferhunde eingesetzt. (Symbolfoto)
Mohssen Assanimoghaddam/dpaAuch im Land Brandenburg verrichten Diensthundeführer der Polizei gemeinsam mit ihren Tieren den Dienst. Solche Bilder sind nichts besonders. Meldungen, wonach die Hunde tatsächlich zur Gefahrenabwehr zum Einsatz kommen, gibt es selten. Am 14. September ging ein Polizeihund in Hennigsdorf auf einen Angreifer los.
Über den Fall informierte die Polizeidirektion Nord am Montag in ihrem schriftlichen Bericht. „Beim Abwehren eines Angriffs hat ein Diensthund der Polizei am Samstagabend einen 47–Jährigen gebissen“, teilt Sprecherin Dörte Röhrs mit.
Polizeihund wehrt Angriff ab
Polizeibeamte seien gegen 23.10 Uhr zu einer Feier auf einem Betriebsgelände in der Eduard–Maurer–Straße in Hennigsdorf gerufen worden, „weil dort ein Mann von vier Unbekannten angegriffen worden war“. Da mehrere alkoholisierte Personen während der Anzeigenaufnahme unkooperativ waren, forderten die Beamten Diensthundführer zur Unterstützung an.
Trotz mehrfacher Aufforderung an einen 47–jährigen kasachischen Teilnehmer der Feier, Abstand zu den Beamten und zum Diensthund zu halten, näherte sich dieser dennoch, kniete sich vor dem Hund hin „und streckte diesem die Arme derart entgegen, dass das Tier dies offenbar als Angriff wertete“. Der Hund wehrte dies ab, indem er dem Mann in den Oberkörper biss.
Diensthundführerin wird attackiert
Als der 47–Jährige daraufhin — gemeinsam mit einem 35–jährigen Landsmann — versuchte, die Diensthundführerin zu attackieren, wurde dies erneut durch den Hund mit einem Biss in den Arm abgewehrt. „Der zweite Mann konnte durch Polizeibeamte an seinem Angriffsversuch gehindert und fixiert werden“, berichtet Röhrs.
Der leichtverletzte 47–Jährige wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Polizeibeamte und der Diensthund wurden im Zuge des Einsatzes nicht verletzt.


