Bahnhofs-Probleme: Fahrstuhl zum S-Bahnsteig für drei Monate gesperrt

Rad oder Kinderwagen lassen sich im Notfall auch über die Treppe zur Bahn transportieren. Für Rollstuhlfahrer stellt der Ausfall des Fahrstuhls eine unüberwindbare Hürde dar.
Roland BeckerDer Austausch wird mindestens drei Monate dauern und soll voraussichtlich am 3. August abgeschlossen sein. In Oranienburg hatten solche Arbeiten allerdings vier, in einem Fall fünfeinhalb Monate gedauert.
Für jene, die die Treppen nicht nutzen können, werden für diesen Zeitraum komplizierte und vor allem zeitaufwendige Umfahrungen angeboten. Ein Beispiel: Wer einen S-Bahnhof zwischen Reinickendorf und Heiligensee ansteuern will, soll mit dem Bus bis Hohen Neuendorf fahren, dort in die S-Bahn umsteigen, um in Schönholz wiederum die Linie Richtung Hennigsdorf zu wechseln. Zumindest bis Heiligensee dürfte es dann mit dem Rollstuhl auf dem Fußweg schneller gehen. In Richtung Velten, Kremmen und Neuruppin wird empfohlen, den Bus 824 zu nutzen und gegebenenfalls in der Ofenstadt umzusteigen.
Darüber hinaus bietet die Bahn mobilitätseingeschränkten Fahrgästen einen Service an, mit dem sich die Umfahrungen vermeiden lassen. Dazu verfügt die Bahn über ein Team namens MobiServ. Unter 0180 6512512 oder msz@deutschebahn.com kann eine Zeit vereinbart werden, zu der Bahnmitarbeiter beim Erreichen des Bahnsteigs helfen. Der Service sollte aber spätestens bis 20 Uhr am Vortag der Reise gebucht werden.
Schon seit Jahren ist der mittlerweile mehr als zwei Jahrzehnte alte Aufzug unzuverlässig und fällt immer wieder für längere Zeit aus. Die langen Reparaturzeiten wurden auch dadurch provoziert, dass die Bahn keine Ersatzteile lagert.