Bombardier: Konzern gibt keine Flächen an Hennigsdorf ab

Wohin steuert Bombardier? Auf diese Antwort warten viele in Hennigsdorf.
Rainer JensenJetzt informierte er darüber, dass Bombardier auf die städtische Offerte nicht zurückgreifen wolle. „Das Unternehmen hat entschieden, die infrage kommenden Flächen selbst zu vermarkten.“ Auf Nachfrage bestätigte dies eine Konzernsprecherin. Die Frage nach dem Warum ließ sie aber unbeantwortet. Betriebsratschef Volkmar Pohl hatte mit dieser Entscheidung gerechnet. Er habe das Unternehmen gedrängt, der Stadt gegenüber „endlich Ja oder Nein zu sagen“. Laut Pohl habe Bombardier die Entscheidung zur Vermarktung von Flächen „nach hinten verschoben“. Mit einem zügigen Verkauf sei nur bei solchen Arealen zu rechnen, die außerhalb des Betriebsgeländes liegen. Dazu zählt eine Fläche an der Spandauer Allee (gegenüber Shell–Tankstelle). Was die Produktionsflächen von Bombardier betrifft, vermutet Pohl, dass „noch immer überlegt wird, wie lange die Flächen selbst benötigt werden“.
Laut Bürgermeister fließen die reservierten fünf Millionen Euro in den Haushalt zurück. Sie können anderweitig eingesetzt werden. Für die Anlaufkosten, die die IPS hatte, wurden 151 000 Euro ausgegeben. Ob die Gesellschaft aufgelöst wird, soll spätestens Anfang 2020 beschlossen werden.
