Brand in Hennigsdorf: Acht Verletzte bei Feuer im Zentrum - was ist passiert?

Das Feuer brach in einem Haus an der Karl-Marx-Straße in Hennigsdorf aus. Um Platz für die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr zu schaffen, war die Rathenausstraße in einem Teilabschnitt gesperrt.
P. Neumann- Feuer in Mehrfamilienhaus an der Karl-Marx-Straße in Hennigsdorf am Dienstagnachmittag.
- Brandherd im Keller gegen 14.40 Uhr, starke Rauchentwicklung im Haus und Umfeld.
- Alle Mieter wurden evakuiert – fünf Verletzte, drei im Krankenhaus, Verdacht Rauchgasvergiftung.
- Feuerwehr schnell vor Ort, Flammen gegen 15.40 Uhr unter Kontrolle, noch nicht komplett gelöscht.
- Rathenaustraße zwischen Poststraße und Havelpassage gesperrt; Bus für Evakuierte bereitgestellt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In einem Mehrfamilienhaus an der Karl-Marx-Straße in Hennigsdorf ist am Dienstag (28. April) ein Feuer ausgebrochen. Nach ersten Angaben der Polizei wurden durch den Brand fünf Personen verletzt. Später wurde diese Aussage korrigiert: Es sind acht Personen verletzt worden.
Das Feuer brach gegen 14.40 Uhr im Keller des Hauses aus, das sich rasch ausbreitete und zu einer massiven Rauchentwicklung führte. Darüber informierte Joachim Lemmel, Sprecher der Polizeidirektion Nord in Neuruppin. Die Feuerwehr war mit mehreren Einsatzwagen schnell vor Ort.
Im Haus sowie in der Umgebung habe es eine starke Rauchentwicklung gegeben. Alle zu dieser Zeit sich im Haus befindlichen Mieter seien sofort evakuiert worden. Dennoch gab es acht verletzte Personen. „Sechs Bewohner wurden durch Rauchgase verletzt, ebenso eine Passantin, die zur Hilfe geeilt war, und eine Angehörige der Feuerwehr“, so die Polizei in einer Mitteilung am Mittwoch (29. April).
Rathenaustraße in Hennigsdorf teilweise gesperrt
Gegen 15.40 Uhr war das Feuer, das sich zwischenzeitlich nochmals stärker entfacht hatte, noch nicht vollständig gelöscht. Die Feuerwehr hatte die Flammen aber unter Kontrolle. „Bei unserer Ankunft brannte der Keller bereits lichterloh. Es kam zu einer starken Verrauchung. Mehrere Personen machten sich an Fenstern bemerkbar und mussten gerettet werden“, schildert Feuerwehrmann Uwe Protz die Geschehnisse.
Mehrere Trupps drangen mit Atemschutz in das Gebäude ein, während weitere Einsatzkräfte von außen über tragbare Leitern Bewohner in Sicherheit brachten. Insgesamt wurden 14 Menschen aus dem Haus gerettet. Bürgermeister Thomas Günther (SPD) lobte die Arbeit der Einsatzkräfte. „Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Polizei, Ordnungsamt und Rettungsdienst hat hervorragend funktioniert.“
Damit genügend Platz für die Einsatzfahrzeuge zur Verfügung stand, wurde auch die benachbarte Rathenaustraße im Abschnitt zwischen Poststraße und Havelpassage gesperrt. Für die evakuierten Bewohner wurde laut Lemmel ein Bus zur Verfügung gestellt, in dem diese sich aufhalten konnten. Die Wohnungen des betreffenden Aufgangs waren zunächst nicht mehr bewohnbar, die Bewohner der Nachbaraufgänge konnten hingegen in ihre Wohnungen zurückkehren.
Brand in Hennigsdorf - Ursache wohl ein defektes Elektrogerät
Zur Ursache des Feuers konnten anfangs keine konkreten Aussagen getroffen werden. „Aktuell gehen wir davon aus, dass ein defektes Elektrogerät den Brand ausgelöst haben könnte“, so Lemmel. Der betroffene Kellerbereich wird von Brandermittlern untersucht. An dem Gebäude entstand ein Sachschaden von rund 300.000 Euro.
„Für Aufregung sorgte zudem ein 93-jähriger Pkw-Fahrer, der mehrmals versuchte, mit seinem Fahrzeug in die abgesperrte Einsatzstelle zu fahren“, so die Polizei. „Weil er dabei die Beamten mehrmals beleidigte, wurde eine entsprechende Strafanzeige aufgenommen.“
