Frauentag in Berlin-Spandau: Spandauerin des Jahres gewählt – was ihr Mann damit zu tun hat

Am 8. März ist Frauentag. Aus diesem Grund wurde in Berlin-Spandau die Wahl der Spandauerin des Jahres ins Leben gerufen. Manuela Müller konnte die Jury überzeugen und wird für ihre Dienste für die Gesellschaft sowie für ihr soziales Engagement ausgezeichnet.
Martin Schutt/dpaMit einer ungewöhnlichen Aktion machen das Bezirksamt Spandau und die Spandauer Arcaden anlässlich des Weltfrauentags (8. März 2024) auf sich aufmerksam. Sie küren tags darauf die Spandauerin des Jahres. Manuela Müller hat sich gegen ihre Mitbewerberinnen durchgesetzt – auch dank ihres Mannes.
Auch wenn solch ein Wettbewerb leicht den Beigeschmack einer Misswahl haben kann, soll er laut Aussagen der Organisatoren mit einer solchen nichts gemein haben. „Es geht um Aufmerksamkeit, Achtsamkeit und Respekt für all die Frauen in Spandau, die hier mehr als nur ‚ihren Mann stehen‘“, heißt es in der Mitteilung der Spandauer Arcaden.
Jury wählte Frau des Jahres in Spandau
Nominiert wurden die Bewerberinnen aus ihrem engen Umfeld – Manuela Müller soll sogar mehrfach nominiert worden sein. Die Gewinnerin wurde von einer Jury ausgewählt. Diese bestand aus Juliane Fischer-Rosendahl, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte des Bezirks, Connie MacFarlane, Marketingmanagerin der Spandau Arcaden, und Bezirksbürgermeister Frank Bewig.
Da der Weltfrauentag in Berlin ein Feiertag ist und an solchem folglich die Geschäfte geschlossen bleiben, findet die Ehrung der Spandauerin des Jahres am Sonnabend (9.03.) um 11 Uhr im Erdgeschoss der Spandau Arcaden statt.
Mobile Friseurmeisterin überzeugt Jury
Manuela Müller (49) konnte die Jury überzeugen. Sie ist als mobile Friseurmeisterin in ganz Spandau unterwegs. Ihre Bewerbung hatte ihr Mann eingereicht. „Ob für ältere oder für mobil eingeschränkte Menschen, ängstliche Kinder, junge Mütter mit Baby oder Menschen mit wenig Freizeit – all diese Menschen macht sie mit ihrer Arbeit glücklich, und es macht Freude, das mit anzusehen“, schreibt ihr Ehemann in die Bewerbung zur Nominierung.
Durch ihre Tätigkeit bringe sie Wohlbefinden und Würde zu den Menschen, denen der Gang zum Friseur oft verwehrt wird, heißt es ergänzend in der Pressemitteilung zur Ehrung. Zudem engagiert sich die Spandauerin bei Veranstaltungen für Menschen ohne Obdach, die von Frank Zander organisiert werden.
„Die Entscheidung ist uns wirklich schwergefallen, weil so viele tolle Frauen nominiert wurden, die sich im Bezirk engagieren“, teilt Marketingmanagerin Connie MacFarlane mit. Laut der Managerin zeige der Wettbewerb einmal mehr, dass Frauen nicht nur an dem einen Feiertag, sondern das ganze Jahr über zelebriert werden sollten.
Gewonnen hat Manuela Müller mit der Ehrung einen Einkaufsgutschein der Arcaden im Wert von 500 Euro. Auch für die Zweitplatzierte Petra Schier und Linda Pracht auf dem dritten Platz wird es einen Gutschein für die Geschäfte der Arcaden geben.


