Fußball
: Max Falkowski wechselt zum FC 98 Hennigsdorf

Der Torhüter verlässt den Brandenburgligisten aus Oranienburg und schließt sich dem Hennigsdorfer Landesliga-Vertreter an.
Von
Steffen Kretschmer
Hennigsdorf
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Abschied vom OFC: Max Falkowski

Steffen Kretschmer

Und genau die beschreibt Falkowski als einschneidend. Sie hätten ihn zum Nachdenken gebracht. Im Mai musste sich der Keeper plötzlich mit dem Ausfall des Gleichgewichtsorgans auseinandersetzen. „Diese gesundheitlichen Probleme waren für mich dann der entscheidende Faktor“, sagt Falkowski. "Der Fußball war dann für mich die einfachste Stellschraube, an welcher ich drehen konnte, um vieles für mich etwas entspannter zu gestalten.“

Genau darauf kam es Max Falkowski bei der Neuorientierung seiner fußballerischen Zukunft in den vergangenen Wochen an. Angebote von anderen Vereinen musste er deshalb gar nicht großartig sondieren, denn die logische Konsequenz hieß für den Hennigsdorfer FC 98. „Da ich dort wohne, vereinfacht sich für mich einiges. Ich fahre jetzt mit dem Rad fünf Minuten zum Training. Privat und beruflich hat sich zuletzt viel bei mir verändert, weshalb die Zeit, die ich für mein Hobby aufwenden kann, weniger geworden ist. Beim OFC trainiert man einfach mehr, als in allen anderen Vereinen, und das kann ich nicht mehr leisten“, so Falkowski.

Dass der FC 98 in der vergangenen Spielzeit alles andere als eine gute Landesliga-Rolle spielte und mit dem Abbruch der Saison als Schlusslicht feststand, will der Torhüter nicht mehr thematisieren. Spricht Falkowski vom Verein aus der Stahlstadt, hebt er eine „alles andere als die schlechteste Adresse“ hervor. „Für mich ist das einfach eine spannende Aufgabe. Die erste Männermannschaft fängt quasi bei Null an. Das macht es reizvoll. Der Verein hat viel mehr Potenzial, als er es aktuell zeigt. Als Mannschaft sollten wir deshalb damit anfangen, noch mehr herauszuholen. Die Zuschauer sollen einfach gerne zu den Spielen kommen.“

Die vergangenen Jahre waren für Max Falkowski in Oranienburg alles andere als einfach. Mit einer Unterbrechung – 2016/2017 und 2017/2018 in Flatow – trug der Schlussmann im Herrenbereich ausschließlich das Trikot der Eintracht. Seit seinem Debüt (2014/2015) folgten Spielzeiten in der zweiten Reihe. Auch nach seiner Rückkehr aus Flatow musste sich Falkowski hinter der Nummer 1 Sven Roggentin einordnen. Schwierig sei das für ihn nicht gewesen, sagt der 23-Jährige. „Es gab ja den Plan, dass ich ,Rogge’ irgendwann beerben sollte. Und wenn ich in der Vergangenheit spielen durfte, habe ich auch immer meinen Mann gestanden. Das war alles in Ordnung, auch weil ich mich mit Sven Roggentin sehr gut verstanden habe und wir Freunde geworden sind. Bitter war für mich einfach nur mein extremes Verletzungspech.“ Die Schulter zwang ihn lange zum Aussetzen, „dann wurde mir die Hand kaputtgetreten“.

Um nun den fußballerischen Weg unter den ihm vorgegebenen Umständen weitergehen zu können, hat sich Falkowski für den FC 98 Hennigsdorf entschieden. „Manchmal ist es einfach gut und wichtig, einen kleinen Schritt zurückzugehen. Bei einem Gespräch mit den OFC-Verantwortlichen wurde mir auch gesagt, dass für mich die Tür nach Oranienburg immer offen steht. Dann kann ich in meiner Zeit dort nicht viel falsch gemacht haben“, so Falkowski, der dann noch anfügt, einen möglichen zukünftigen "Weg nach Sachsenhausen ausschließen“ zu können. „Das geht jetzt nicht mehr.“