Gewalt in Hennigsdorf
: Mann bedroht Polizisten mit Messer – Beamte setzen Taser ein

Ein junger Mann konnte in Hennigsdorf von der Polizei nur durch einen Taser-Einsatz beruhigt werden. Das ist über den Vorfall bekannt.
Von
Stefan Zwahr
Hennigsdorf
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Bedrohung durch Mann mit Messer: Was Beamte der Polizei in dieser Szene nachstellen, um den Einsatz eines „Taser 7“ zu demonstrieren, passierte in Hennigsdorf wirklich.

Axel Heimken/dpa

Laut Innenministerium setzten Beamte der Polizei in Brandenburg im Jahr 2023 in über 120 Fällen einen Taser ein. Im Landkreis Oberhavel kam das Distanzelektroimpulsgerät am ersten März-Wochenende 2024 zum Einsatz. Ein Mann bedrohte die Polizei zuvor mit einem Messer.

Der Fall ereignete sich am Sonntag, 3. März 2024, gegen 11.20 Uhr in Hennigsdorf. Details lieferte Dörte Röhrs, Sprecherin der Polizeidirektion Nord, einen Tag später im schriftlichen Bericht.

So schildert die Polizei den Vorfall in Hennigsdorf

Danach bedrohte ein 20-jähriger Mann Polizisten auf dem Postplatz mit einem Messer und musste mit einem sogenannten Taser an einem Angriff gehindert werden.

Der junge Mann polnischer Herkunft war im Vorfeld durch Zeugen der Polizei gemeldet worden, da er sich auffällig verhalten hatte und ein Messer in der Gesäßtasche trug.

Nach der ersten Ansprache durch die Polizeibeamten flüchtete der Mann und nahm dabei das Messer in die Hand. „Daraufhin wurde durch die Polizisten der Taser angedroht“, heißt es vonseiten der Polizei. Als der Mann trotzdem mit vorgehaltenem Messer auf die Polizisten zuging, wurde der Taser eingesetzt und der 20-Jährige konnte widerstandslos gefesselt werden. Er wurde dabei leicht verletzt.

Ein Taser ist ein Elektroimpulsgerät, das gegen Angreifer auf kurze Distanz eingesetzt werden kann. Es verschießt auf eine Distanz von wenigen Metern zwei Elektroden, die in der Kleidung oder der Haut eines Angreifers steckenbleiben. Durch den entstehenden geschlossenen Stromkreis werden elektrische Impulse geleitet, die eine kurzzeitige Lähmung der oberflächlichen Muskeln auslösen. Der Angreifer wird für einen Moment bewegungsunfähig.

Da der Pole angab, Betäubungsmittel konsumiert zu haben, wurde er ins Krankenhaus gebracht. Dort wurde er untersucht und es wurde ihm eine Blutprobe entnommen. Anschließend kam er in den Polizeigewahrsam.