Hart umkämpftes Turnier
: Birkenwerder BC gewinnt Pude-Cup in Hennigsdorf

Der Birkenwerder BC gewinnt den Pude-Cup des FC 98 Hennigsdorf II. Organisator kritisiert die ruppige Gangart bei der sechsten Auflage.
Von
Stefan Zwahr
Hennigsdorf
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  • Sieger der sechsten Auflage: Der Birkenwerder BC gewann im Finale gegen den Oranienburger FC Eintracht II.

    Sieger der sechsten Auflage: Der Birkenwerder BC gewann im Finale gegen den Oranienburger FC Eintracht II.

    Stefan Zwahr
  • Auf dem Parkett waren sie Gegner, im Herzen sind sie vereint: Im Neunmeterschießen um Platz fünf kam es zum vereinsinternen Duell zwischen der zweiten Männermannschaft (rote Trikots) und den A-Junioren des FC 98 Hennigsdorf.

    Auf dem Parkett waren sie Gegner, im Herzen sind sie vereint: Im Neunmeterschießen um Platz fünf kam es zum vereinsinternen Duell zwischen der zweiten Männermannschaft (rote Trikots) und den A-Junioren des FC 98 Hennigsdorf.

    Stefan Zwahr
  • Mike Koger kam mit Kremmen nicht über den letzten Platz hinaus, konnte sich aber über die Ehrung als "Bester Torwart" freuen.

    Mike Koger kam mit Kremmen nicht über den letzten Platz hinaus, konnte sich aber über die Ehrung als "Bester Torwart" freuen.

    Stefan Zwahr
  • Der gebürtige Hennigsdorfer Michael Hartmann, einst Bundesliga-Profi bei Hertha BSC, weilte zur Eröffnung in der Halle.

    Der gebürtige Hennigsdorfer Michael Hartmann, einst Bundesliga-Profi bei Hertha BSC, weilte zur Eröffnung in der Halle.

    Stefan Zwahr
  • Nils-Ole Puhlmann (vorn) wurde mit Forst Borgsdorf Vierter.

    Nils-Ole Puhlmann (vorn) wurde mit Forst Borgsdorf Vierter.

    Stefan Zwahr
  • Bester Torschütze: Paul Gebhardt vom Birkenwerder BC

    Bester Torschütze: Paul Gebhardt vom Birkenwerder BC

    Stefan Zwahr
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Dass diesmal ein anderes Team gewann, mache es abwechslungsreicher, sagt Sebastian Anders, der im Team der Organisatoren federführend aktiv war. „Der Birkenwerder BC ist der verdiente Sieger. Sie hatten die beste Spiel­anlage und haben sich reingehauen.“ In fünf Turnierspielen ließ der Herbstmeister der Landesklasse Nord nur zwei Gegentreffer zu – und erzielte selbst 14 Tore. Im Endspiel gegen den Ligakontrahenten Oranienburger FC Eintracht II hieß es 3:1.

„Phasenweise haben wir richtig guten Fußball gespielt“, war Trainer Florian Glitza, der keineswegs seine beste Mannschaft dabei hatte, angetan. „Wir waren nur acht Feldspieler, aber es hat gereicht“, freute sich Pascal Dachwitz. "In jedem Spiel waren wir das bessere Team“, unterstrich Dennis Dombert. Sein Trainer fügt an: „Dass wir Fußball spielen können, mit welcher Kombo auch immer, weiß ich. Dass es aber so souverän gelaufen ist, überrascht mich aber schon. Hut ab!“ Mit Paul Gebhardt stellte der BBC auch noch den besten Torschützen. Dieser nahm es locker. „Sei nicht sauer, aber ich war einer von sieben Spielern, die auf drei Treffer kamen.“ Folge: Ein Lattenschießen musste entscheiden.

Trotz zweier Neunmeterschießen war Sebastian Anders, der sich vom beherzten Auftritt der eigenen A-Junioren überrascht zeigte, mit der Ausbeute von 54 Turniertoren nicht ganz zufrieden. „Das waren schon mal mehr.“ Zugenommen hätten hingegen die unschönen Szenen. „Es ging teilweise sehr ruppig zu. Ich hätte mir gewünscht, dass es entspannter ist und mehr Budenzauber einkehrt. So viele Zeitstrafen hatten wir noch nie.“ Der Borgsdorfer Timo Buer und Eric Moldenhauer vom OFC wurden sogar noch drastischer bestraft. Letzteres sorgte dafür, dass Eintracht-Winterneuzugang Lucas Heidel ungefragt eine Entschuldigung "für unsere Eskapaden“ aussprach. „Wie wir uns verhalten haben, war nicht in Ordnung.“

Dennoch zog Heidel am Ende ein positives Fazit. „Natürlich hätte ich gern gewonnen, gerade an der alten Wirkungsstätte.“ Von Kindesbeinen an hatte er für den FC 98 gespielt, schaffte im Januar 2019 den Sprung in den Männerbereich und absolvierte dann 25 Spiele für das Landesligateam. „Beim Pudecup habe ich immer zugesehen. Es war immer mein Wunsch, mit Hennigsdorf mal mitzuspielen. Nun ist es mit Oranienburg gewesen.“ Jetzt spielen zu können, „war etwas Besonderes und Schönes. Wir waren im Finale leider nicht clever genug. Das Spiel hätten wir auch gewinnen können.“

In Oranienburg hat Heidel große Ziele. „Ich möchte, dass wir die Nummer 1 in Oberhavel werden. Da gehören wir hin. Unsere Zweite ist in der Landesklasse Mitfavorit. Die Chancen stehen mit den vielen jungen und entwicklungsfähigen Spielern gut.“

Ausgerechnet gegen Flatow: Kremmener Ronny Hecht verballert Neunmeter

Nico Neuber, Bötzow: Das Halbfinale gegen Birkenwerder war ein Duell auf Augenhöhe, wo der Clevere der Sieger war. Auch wir sind längst in der Vorbereitung. Mit 31 bin ich einer der älteren Spieler im Kader. Da muss man sich für die Halle schon ein bisschen aufraffen. Aber es macht mit dem tollen Team immer Spaß. Mir sowieso. Ich spiele das ganze Jahr in der Halle. Wir treffen uns jeden Montag. Mein Bruder Sven und viele aus der Familie sind dabei, Tom Matuschak aus meiner Mannschaft auch.

Tim Wittenberg, Borgsdorf: Wir hatten uns vorgenommen, in das Halbfinale zu kommen. Das haben wir mit der jungen Mannschaft erreicht. Der Rest war Zusatz. Ich bin zufrieden. Nun freuen wir uns auf die Rückrunde.

Ronny Hecht, Kremmen: Neunmeter verschossen und Letzter geworden: Das ist beides schlimm. Gegen Flatow zu verlieren, ist für Kremmen immer eine Schande. Die Rückrunde ist für uns aber wichtiger. Da wollen wir die Klasse halten. Und die Jungs haben beim eigenen Turnier gezeigt, was sie können. Diesmal waren wir mit einer Mischmannschaft am Start.⇥sz