Kitas, Jugend, Rugby: Vier millionenschwere Bauprojekte in Velten
Grundsanierung:Jugendfreizeit Oase
Seit Ende September 2019 und noch bis Mitte August wird gebaut, sodass nach Umbau und Modernisierung die Jugendlichen spätestens Anfang September wieder ihr Jugendfreizeitzentrum Oase in Beschlag nehmen können. „Die Jugendlichen waren fest mit eingebunden, viele Gedanken zum Umbau kamen von der Jugend selbst“, sagte Hübner. Die Stadt baut an der Breite Straße für 1,26 Millionen Euro, dabei werden 880 000 Euro für das Gebäude (es gibt Fördermittel in Höhe von 450 000 Euro) und 384 000 Euro für die Außenanlagen (Fördermittel: 334 000 Euro) verwendet.
Ziel ist es, nicht nur die laufenden Unterhaltskosten nachhaltig zu verringern, sondern auch Barrierefreiheit zu schaffen. Sanitärbereich, Elektrik, Beleuchtung, Regenrinnen, Küche und Tresen – alles wird komplett erneuert, sodass das Gebäude aus den 1970er-Jahren den heutigen Anforderungen, die an soziale Einrichtungen gestellt werden, gerecht wird. Die Stadt liege laut Hübner im Kostenrahmen. Doch bei einem Ausbau von Altbauten sei immer mit Überraschungen zu rechnen. „Noch haben wir aber nichts Belastbares, dass es teurer werden könnte.“
Erweiterungsbau:Kita Kinderland
Der Bedarf an Kita-Plätzen bleibt in Velten laut einer Bedarfsanalyse bis ins Jahr 2022 hoch. Die aktuellen Kapazitäten reichen nicht aus. An der Emma-Ihrer-Straße entsteht deshalb ein Erweiterungsbau in Modulbauweise. Mitte Oktober sollen die ersten Kinder – 66 haben Platz – dort betreut werden. Zum Altbau wird eine Verbindung geschaffen. „Dafür müssen wir noch eine Wand rausreißen“, informierte die zuständige Sachbearbeiterin Fanny Rickriem. „Dann ist alles über einen Flur verbunden.“ Die Mittagsversorgung wird über den Altbau gewährleistet, Vesper und Frühstück sind im Neubau vorhanden.
Sollte sich die Kindersituation nicht entspannen, ist es laut Verwaltung durch eine flexible Gestaltung der Räume möglich, bis zu 80 Kinder zu betreuen. Es gibt fünf Gruppenräume, einen Mehrzweck- sowie einen Pausenraum. „Das Raumgefühl ist durch die hohen Decken gleich ein ganz anderes“, hob Berthold Zenner hervor. Durch die Erweiterung ist es zudem notwendig, die Außenanlagen zu ertüchtigen. Unter anderem muss eine Rigolenanlage für die Versickerung des Niederschlagswassers gelegt werden. Die Stadt investiert in das Vorhaben rund 2,8 Millionen Euro. Fördermittel gibt es maximal bis zu 705 000 Euro.
Energetische Sanierung:Kita Villa Regenbogen
Für 1,3 Millionen Euro, davon 430 000 Euro Fördermittel, geht die energetische Sanierung der Kita Villa Regenbogen voran. Mit dem Bauende wird laut Stadt nicht vor August 2021 gerechnet. Die Maßnahme ist in drei Teilabschnitte gegliedert, wovon der erste schon beendet werden konnte. Das heißt, Speisesaal und Ausgabeküche sind grundhaft saniert, es gibt ein Wärmedämmverbundsystem. "Bei laufendem Betrieb haben wir eine neue Heizung eingebaut“, sagte Michael Gaida, Planer und Bauüberwacher. Seit 2011 wird in der Kita gebaut. „Im vorigen Jahr haben wir die Cafeteria und den Küchenbereich ebenfalls im laufenden Betrieb umgebaut“, so Gaida.
Im zweiten Abschnitt bekommen die Horträume einen Schallschutz und das gesamte Gebäude wird auf LED-Beleuchtung umgestellt. Am Ende – Teilabschnitt drei – soll mit dem Einbau eines Aufzugs der barrierefreie Zugang zu allen Etagen gewährleistet werden. Wichtig ist Gaida, dass die gesamte Einrichtung dann ein einheitliches Farbkonzept vorzuweisen haben wird.
Neues Sportgebäude:Rugbyclub Empor
Die Zeit der alten Wohn- und Bürocontainer ist vorbei. Spätestens Ende August. Dann können die Vereinsmitglieder des Rugbyclubs Empor 1969 in ihr neues, 1,73 Millionen Euro teures Sportfunktionsgebäude einziehen. Die Stadt will damit die Vereinsarbeit attraktiver gestalten. Das ist dringend nötig: Die alten Gebäude waren weder ans Schmutzwassernetz angeschlossen, noch verfügten sie über eine ausreichende Isolierung. „Die Rahmenbedingungen waren suboptimal“, sagte Berthold Zenner. Nach einem Brand im vorigen Jahr gab es nur Zelte und Duschcontainer.
Was die Rugby-Freunde bekommen: ein eingeschossiges Gebäude mit Umkleideräumen samt Duschen und WCs, ein barrierefreies WC für Besucher, einen separaten Umkleideraum für Schiedsrichter, einen Fitness- und Sanitätsraum, einen mehr als 80 Quadratmeter großen Clubraum und eine Küche mit einem Tresen- und Ausgabebereich. Hinzu kommen 33 Parkplätze, zwei Stellplätze für Menschen mit Behinderungen, fünf Fertiggaragen zur Unterbringung von Trainings- und Pflegegeräten. Nur die Bodenfliesen bereiteten Probleme. Die steckten in der Türkei fest. „Wir haben uns 70 Quadratmeter in Deutschland zusammengekauft“, so Ingenieur Michael Gaida. Ende Juli sollen die restlichen Bodenfliesen nun im Hamburger Hafen ankommen.



