Teile der Spätschicht im Hennigsdorfer Briefverteilzentrum haben sich am Mittwochnachmittag und –abend an einem bundesweiten Warnstreik beteiligt. Dazu hatte die Gewerkschaft Ver.di aufgerufen.

Dieter Kaiser nennt die Forderungen

In der regulären Entgeltrunde habe es keine Einigung mit dem Arbeitgeber, der Deutschen Post AG gegeben, sagte der Ver.di Betriebsgruppenvorsitzende der Niederlassung, Dieter Kaiser, vor Ort. Gefordert wird eine lineare Lohnerhöhung von 5,5 Prozent für die bundesweit rund 140.000 Tarifbeschäftigten. Der Arbeitgeber hatte aber nur 1,5 Prozent angeboten. „Das ist nicht akzeptabel“, so Kaiser. Ein weiteres Ziel ist eine Erhöhung für die Azubis und Dual-Studierenden um monatlich um 90 Euro.

200 Beschäftigte in Hennigsdorf

In Hennigsdorfer Briefzentrum arbeiten rund 200 Beschäftigte, zum Warnstreik war aber lediglich eine Schicht aufgerufen, die um die 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umfasst. Die Abendschicht ist dafür zuständig, Postsendungen aus den Postleitzahlbereichen 13 und 16 an andere Briefzentren weiterzuliefern. „Wir arbeiten hart, auch in Corona-Zeiten haben wir massiv zu tun. Da soll auch vernünftig erhöht werden“, begründet eine Mitarbeiterin, warum sie an diesem Abend vor dem Tor bleibt.