Protest: WGH kämpft gegen Preiserhöhung für Fernwärme

WGH-Chef Hartmut Schenk möchte die Stadtpolitiker in die Pflicht nehmen, um die Auswirkungen der Preiserhöhung für Fernwärme zu begrenzen.
Roland BeckerLetztere hatte Stadtwerke–Chef Thomas Bethke jüngst als Hauptgrund für die Preiserhöhungen genannt. Er sprach von zirka 13 Prozent oder 120 Euro im Jahr, bezogen auf eine Durchschnittswohnung. Sowohl Schenk als auch Holger Schaffranke, Chef der städtischen Wohnungsbaugesellschaft HWB, widersprechen dem. Laut Schaffranke werden die meisten Mieter mit 20 Prozent höheren Kosten belastet. Das summiere sich im Jahr auf zirka 200 Euro. Schenk geht davon aus, dass „das für Hunderte unserer Mieter 200 bis 300 Euro im Jahr ausmachen wird“. Er verweist zudem da–rauf, dass schon jetzt die Hennigsdorfer Fernwärme deutlich über dem brandenburgischen Durchschnittspreis liege, und zwar um 30 Prozent. Die jetzige Erhöhung würde bis zu 50 Prozent über diesem Mittel liegen.
Beide Geschäftsführer sehen es kritisch, dass die Stadtwerke den Grundpreis stark erhöhen, den nach Verbrauch abgerechneten Arbeitspreis aber senken. So hätten die Mieter kaum Einfluss darauf, die Rechnung durch sparsameren Verbrauch zu senken.
„Wir kämpfen für die Mieter unserer 5 000 Wohnungen“, kündigte Schenk am Freitag an. Die HWB als eine der Stadt gehörende Gesellschaft muss sich hingegen mit öffentlichem Protest zurückhalten.