Restaurant in Berlin-Spandau
: Frauentag – drei Orte für einen perfekten Abend unter Frauen

Bald ist Frauentag und auch sonst gibt es genügend Gründe, sich mal wieder unter Frauen zu treffen. Welches Restaurant, Café oder welche Bar in Berlin-Spandau ist perfekt dafür?
Von
Elisabeth Voigt
Berlin-Spandau
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So ist es nur unter Freundinnen. Welches Restaurant, Café oder welche Bar in Berlin-Spandau eignet sich perfekt für einen Tag unter Frauen?

HBS/adobe.stock.com

Ein entspannter Abend unter Freundinnen ist gefühlt ewig lange her und die Kneipe um die Ecke so vertraut, dass sie sich schon wie Alltag anfühlt? Dann ist vielleicht ein Ausflug nach Berlin-Spandau das Richtige. Der Berliner Bezirk ist von vielen Orten im Land Brandenburg aus gut erreichbar, weil er einen eigenen Fernbahnhof hat. Doch wohin soll es gehen am Girls Day?

Eine kommt immer zu spät. Wen stört das, wenn am Nachmittag die Frühlingssonne ins Gesicht scheint und auf den hohen Stehtischen des Cafés In Piazza original italienischer Cappuccino steht, begleitet von einem knusprigen Cannoli mit cremiger Pistazienfüllung. Auch über den Stühlen der Sitzplätze außen liegen schon kuschelige Decken für den nahenden Frühling bereit. Innen gibt es nur wenige Plätze.

Ankommen – wie ein kleiner Urlaub in Rom

Mit freiem Blick auf die Kirche Sankt Nikolai, die aus dem 14. Jahrhundert stammt und damit eine der ältesten Berlins ist, lassen die Freundinnen das Altstadtflair auf sich wirken. Mit authentisch italienischen Panini oder süßem Gebäck, das der kleine Laden zusammen mit dem Kaffee für 3,70 Euro anbietet, lässt es sich gut ankommen und macht Ferienlaune. Auch die Menschen hinter der Theke sind freundlich und gut gelaunt.

Ein bisschen wie ein sonniger Wintertag in Rom, fühlt sich die Altstadt von Berlin-Spandau an den Stehtischen vor dem InPiazza an.

Elisabeth Voigt

Wer danach noch ein bisschen mehr von dem Platz sehen möchte, findet zwei Häuser weiter einen Eine-Welt-Laden, in dem es unter anderem handgearbeitete Tücher, Taschen und farbenfrohen Schmuck zu fairen Preisen und für einen guten Zweck gibt.

Stimmungsvoll essen gehen im vietnamesischen Restaurant

Jetzt auch noch italienisch essen zu gehen, wäre zu langweilig – aber inzwischen haben alle richtig Hunger. Nicht weit vom Reformationsplatz entfernt, ein bisschen versteckt in einem Hof, aber noch immer inmitten der Spandauer Altstadt, befindet sich das vietnamesische Restaurant Myanvi. Es ist noch nicht lang an diesem Ort, sodass es selbst für Spandauer noch ein Geheimtipp ist. Bei Sonnenuntergang weisen Lampions und Lichterketten den Weg in den ruhigen Innenhof an der Carl-Schurz-Straße, der im Sommer sicher auch mit Tischen und Stühlen ausgestattet sein wird.

Im Inneren des Restaurants stimmt die Inneneinrichtung in Dunkelgrün und Gold auf das kulinarische Erlebnis ein, das auch für Vegetarier und Veganer viel Auswahl bietet. Dass es die Hauptspeisen wahlweise, mit Tofu, Hühnerfleisch, Ente, Rind oder Garnelen, gibt, ist in vietnamesischen Restaurants zwar fast Standard – dass aber auch fast alle Vorspeisen als vegetarische Variante bestellt werden können, ist definitiv eine Besonderheit.

So baden etwa die hausgemachten Teigtaschen, die entweder mit Tofu- oder Fleischfüllung gebracht werden, in würziger Wan Tan Suppe mit viel Pak Choi, anderem Gemüse und Zitronenmelisse. Die Suppe kostet vegetarisch 4 Euro oder mit Fleisch 4,80 Euro. Dazu gibt es Krabbenchips, die aufs Haus gehen.

Flambierter Lachs auf Sushi-Reis

Ungewöhnlich ist auch, dass die Karte zusätzlich zu den Tofu-Gerichten eine Vielzahl zusätzlicher, ausdrücklich veganer Spezialitäten empfiehlt, darunter vietnamesischer Crêpe mit Limettensauce oder vegane Ente mit Hoisin-Sauce, frischen Pfefferkörnern, Basilikum und Reis.

Aber auch Fleischessern, fällt die Wahl schwer, wo Klassiker der vietnamesischen Straßenküche, wie Rinderhackfleisch in Betelblättern und Wohlfühl-Gerichte wie Ente mit Honigkruste als Bestellung anderer Gäste am Tisch vorbeigetragen werden. Im Test ist der flambierte Lachs, der mit 14 Euro bereits zu den teureren Gerichten auf der Karte gehört.

Der flambierte Lachs im vietnamesischen Restaurant Myanvi in Berlin-Spandau wird mit frischer Avocado und Sushi-Reis serviert.

Elisabeth Voigt

Das perfekt gegarte Lachsfilet wird mit einer warmen, süß eingedickten Sojasauce, Sesam und hellgrünem Seetang-Salat serviert. Alles ist hocharomatisch und frisch. Ein weiteres Highlight: Der Fisch ruht statt auf normalem Langkornreis auf einem mit Reisessig gewürztem, herrlich klebrigen Sushi-Reis. Das Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt. Hier lässt es sich so lang aushalten, bis die Freundinnen sich ausgiebig ausgetauscht haben.

Cocktails – auch ohne Alkohol

Nur einmal die Straße Am Juliusturm überqueren, müssen die Freundinnen, um von der Spandauer Altstadt aus zum „Kolk“ zu gelangen, dem Teil der Spandauer Halbinsel, der in die Havel hineinreicht. Inzwischen ist es dunkel geworden und der schön beleuchtete Wintergarten des Restaurants mit Bar Meilenstein wirkt einladend. Innen steht ein echter Olivenbaum in einem riesigen Blumentopf mitten im Raum.

Zwei Shots auf Gin-Basis und einen alkoholfreien Cocktail gibt es im Meilenstein in Berlin-Spandau.

Elisabeth Voigt

Auf der Karte gibt es Rumpsteak, Zanderfilet oder Cheese-Burger, aber leider sind alle ja schon satt. Gut, dass das Restaurant auch eine Bar hat. Schon am frühen Abend sind fast alle Tische besetzt, hier lohnt es sich zu reservieren – oder mit etwas Glück die letzten Plätze zu ergattern. Klein und ein perfekter Abschluss nach einem guten Essen sind die verschiedenen Shots. Der Hemingway aus Gin, Grenadine und Limette, kostet 4,50 Euro und schmeckt erfrischend.

Der große, alkoholfreie Cocktail Bluberry Twist für 6,90 Euro wird auf der Karte als „Obstsalat im Glas“ beschrieben, wobei man eher an einen Smoothie denkt. Statt Blaubeeren und anderen Früchten ist aber Blaubeersirup drin und zusätzlich viel Rohrzucker, sodass der fehlende Alkohol durch reichlich Süße ersetzt wird. Das ist zwar ein bisschen 1990er, denn inzwischen gibt es interessantere alkoholfreie Möglichkeiten, aber die Bar ist ein netter, unverfänglicher Ort, wo jeder etwas auf der Karte findet. Sie rundet den Girls Day ab und wäre auch ein guter Tipp für ein Treffen unter Kollegen.

Café In Piazza, Reformationsplatz 9, 13597 Berlin-Spandau

Restaurant Myanvi, Carl-Schurz-Straße 53, 13597 Bezirk Spandau

Meilenstein, Am Juliusturm 104, 13597 Bezirk Spandau

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