Die unter Denkmalschutz stehende evangelische Kirche in Velten ist in der Nacht zu Mittwoch (16. Februar) massiv beschmiert worden. Das bestätigte Pastorin Beate Klostermann-Reimers.
Die Schmierereien seien am Mittwochvormittag entdeckt worden. Die Graffiti befinden sich im Bereich eines Seiteneingangs. Teilweise handelt es sich um inhaltslose Schmierereien. In zwei Fällen aber sind Worte zu lesen, die den Eindruck vermitteln, dass damit die Kirche als Institution direkt und auch deren Gläubige getroffen werden sollen. Einmal ist „Satan“ zu lesen, zum anderen handelt es sich um den Spruch „Teufel ist hier“.
Die Pastorin bestätigte, dass sie über die Internetwache der Polizei sofort Anzeige wegen Vandalismus gestellt hat.
Die Schmierereien an der Kirche wurden in der Nacht zu Mittwoch aufgebracht.
Die Schmierereien an der Kirche wurden in der Nacht zu Mittwoch aufgebracht.
© Foto: Beate Klostermann-Reimers
„Ich habe in der Stadt rund um die Poststraße zuletzt verstärkt Graffiti an Häusern entdeckt. Das scheint mehr geworden zu sein. Daher ist es nicht verwunderlich, dass nun auch die Kirche dran ist“, sagte die Pastorin. Dass sich die kriminelle Aktion direkt gegen die Kirche richtet, darin ist sich Klostermann-Reimers noch nicht sicher. Andererseits meint sie in Bezug auf die Schriftzüge: „Womit will ich denn an einer Kirche provozieren?“
Schon wenige Stunden, nachdem die (Un-)Tat via sozialer Medien bekannt wurde, erklärten sich mehrere Veltener spontan bereit, sich an der Beseitigung der Schmierereien zu beteiligen oder Farbe zu spenden.

In früheren Jahren gab es politisch motivierte Farbanschläge auf die Kirche

In den vergangenen Jahren blieb das Gotteshaus, das um 1750 im Stil des preußischen Barocks errichtet wurde, von Vandalismus eher verschont. In den 2000er-Jahren war das anders. Damals gab es Farbanschläge auf die Kirche. Da mit den Farbbeuteln genau auf das Plakat „Schützt Fremde“ gezielt worden war, wurde eine fremdenfeindliche Tat dahinter vermutet.