Verkehrssicherheit: Fußgängerampel hat Test bestanden

Muss gegebenenfalls zwei Mal bremsen: Beide Fußgängerampeln an der Neuendorfstraße bleiben erhalten.
Roland BeckerNach dem einjährigen Testbetrieb sei festgestellt worden, dass die Ampel häufiger genutzt wird, als es für den Bau einer stationären Lichtsignalanlage nötig ist. Laut Doris Krampe, die im Landesbetrieb für Verkehrstechnik zuständig ist, sei der Wert durch Zählungen ermittelt worden. Konkrete Zahlen nannte sie nicht. Da bei einer Grünphase in der Regel mehrere Personen die Straße überqueren, liegt diese Zahl deutlich über den Grün–Anforderungen per Knopfdruck.
Aus diesen Erkenntnissen heraus sei bei der Unteren Verkehrsbehörde des Kreises der Bau einer dauerhaften Ampel beantragt worden. Liegt diese sogenannte verkehrsrechtliche Genehmigung vor, kann die Anlage gebaut werden. Allerdings werden bis dahin noch viele tausende Autos die Neuendorfstraße rauf– und runterfahren. „Wenn ich ganz optimistisch bin, würde ich sagen, dass die Ampel Anfang nächsten Jahres stehen könnte“, schaut Krampe voraus. Derzeit laufen noch Verkehrszählungen, dann gelte es, die Länge der Grün–Phasen festzulegen. Beim Bau müsse zudem berücksichtigt werden, dass auch die Bordsteine behindertengerecht gestaltet werden. Bis dahin wird weiter die Behelfsampel für grünes Licht sorgen.
Die keine hundert Meter entfernte Fußgängerampel in Höhe Parkstraße bleibt übrigens erhalten. „Es gab Überlegungen, sie zurückzubauen. Aber sie bleibt vorerst bestehen“, teilte Krampe mit. Was sie noch nicht weiß: Im 2018 beschlossenen Lärmaktionsplan haben Hennigsdorfs Abgeordnete sogar beschlossen, dass diese Fußgängerampel durch eine Ampel für den gesamten Kreuzungsbereich ersetzt werden soll. Nach jetzigen Plänen werden die beiden Fußgänger–Signalanlagen nicht aufeinander abgestimmt. Die Folge: Der Verkehr muss gegebenenfalls zwei Mal stoppen.