Baden in Oder-Spree
: 34 Badestellen sind bereit – warum es trotzdem noch Test gibt

Zum Saisonstart gibt es bei den Badestellen in Oder-Spree keine Beanstandungen der Wasserqualität, auch die Sichttiefen stimmen. Dennoch wird weiter getestet.
Von
Olaf Gardt
Beeskow
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Start der Badesaison in Thüringen: ARCHIV - 15.05.2024, Thüringen, Weimar: Ein Junge springt in Wasser des Weimarer Schwansee-Freibades. Rund um den offiziellen Start in die Badesaison am 15. Mai öffnet ein Großteil der Thüringer Freibäder, Badeseen und Gewässer für die Badegäste. (zu dpa: «Badesaison in Thüringen startet am Donnerstag») Foto: Martin Schutt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Wer wagt den ersten Sprung? In Oder-Spree hat die Badesaison begonnen. Die Wasserqualität der untersuchten Badestellen ist in Ordnung, doch noch ist das Wasser ziemlich kalt.

Martin Schutt/dpa
  • 34 Badestellen in Oder-Spree haben beste Wasserqualität, Sichttiefen bis zu zwei Meter.
  • Temperaturen der Badestellen zwischen 11 und 18 Grad, Schwielochsee bis 17 Grad.
  • Gesundheitsamt überwacht Wasserqualität während der gesamten Badesaison.
  • Letztes Jahr gab es Badeverbote wegen Blaualgen, Badefreuden sollen sicher sein.
  • Empfehlung, nach dem Baden zu duschen, Sichttiefen können im Sommer abnehmen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Landkreis Oder-Spree hat vor dem Start der Badesaison 34 Badestellen auf ihre Wasserqualität überprüft. Alle haben den Test bestanden. „Die diesjährige Badesaison im Landkreis Oder-Spree ist mit hervorragenden Wasserqualitäten gestartet“, heißt es in einer Pressemitteilung. Die ersten Untersuchungen, die am 5. und 6. Mai 2025 durch die Fachleute des Gesundheitsamtes durchgeführt worden seien, zeigten ein erfreuliches Bild: „Alle Proben weisen eine ausgezeichnete mikrobiologische Wasserqualität auf – es gab keinerlei Beanstandungen“, teilt der Kreis mit.

Die überwiegende Mehrheit der Seen präsentierte sich zudem mit klarem Wasser und guten Sichttiefen von bis zu zwei Metern, heißt es weiter. Besonders hebt der Kreis dabei Störitzsee bei Spreeau, den Scharmützelsee bei Bad Saarow sowie den Großen Treppelsee bei Bremsdorf hervor. Aber auch kleinere und weniger bekannte Badestellen wie der Grubensee in Limsdorf oder der Glower See im Ortsteil Leißnitz/Glowe überzeugten mit sehr guter Wasserqualität.

Der Schwielochsee hat schon gut 17 Grad Wassertemperatur

Die gemessenen Wassertemperaturen lagen – jahreszeitlich bedingt – meist noch im Bereich zwischen 11 und 18 Grad Celsius. Bei den vier untersuchten Badestellen am Storkower See wurden zwischen 14,9 und 16,3 Grad Celsius gemessen.  Die Spree hatte in Höhe des Stadtbades Beeskow eine Temperatur von 15,6 Grad. Mehr als 17 Grad wiesen unter anderem der Tiefe See bei Ranzig und der Schwielochsee bei Niewisch auf.

Der Kreis kündigt an, dass das Gesundheitsamt des Landkreises Oder-Spree die Qualität der Badegewässer regelmäßig während der gesamten Saison kontrollieren wird. Ziel ist es, den Bürgerinnen und Bürgern wie auch den Gästen der Region jederzeit sichere und ungetrübte Badefreuden zu ermöglichen.

Blaualgen machten im Sommer der Spree zu schaffen

Drastische Änderungen der Wasserqualität sind durchaus zu erwarten. Im Sommer des vergangenen Jahres warnte der Kreis beispielsweise vor dem Baden in der Beeskower Spree. Das Stadtbad war zeitweise sogar wegen eines zu hohen Blaualgenvorkommens gesperrt. Blaualgen waren auch im Glower See und an zwei untersuchten Badestellen des Schwielochsees aufgetreten.

Die Badeverbote waren recht schnell wieder aufgehoben worden. Der Kreis sprach für die betroffenen Badestellen die Empfehlung aus, nach dem Baden unter die Dusche zu gehen.

Warnungen zur Vorsicht gab es zudem, weil sich an einigen Badestellen die Sichttiefen im Laufe des Sommers verschlechterten. Das führe zu deutlichen Erschwernissen bei möglicherweise nötigen Rettungsmaßnahmen.