Garten in Königs Wusterhausen: Dieses grüne Paradies verbirgt sich am Nottekanal

Die Postkarte von seinem Garten, mit dem Blick vom Nottekanal in Königs Wusterhausen, hat Rainer Kietzke selbst gestaltet.
Till Eichenauer- Ein 205 Meter langer Garten am Nottekanal bleibt vom Wasser aus größtenteils verborgen.
- Besitzer Rainer Kietzke pflegt ihn seit Mitte der 70er-Jahre und arbeitet täglich darin.
- Asiatische Elemente prägen den Zierbereich – mit Hütten, Toren, Skulpturen und Teichen.
- Er baut auch Gemüse an, früher verkaufte er Ernten wie Tomaten im Konsum.
- Neu beobachtet er sinkendes Grundwasser: Früher bei 80 cm, zuletzt nicht bei 1 Meter.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
„Eigentlich bin ich immer im Garten, jeden Tag“, sagt Rainer Kietzke, während er durch seinen Garten führt. Und auf dem Weg vom Gartenzaun vorn am Nottekanal bis nach hinten zur Scheederstraße ist viel Zeit, über die Gartenarbeit zu erzählen, denn „der Garten ist 205 Meter lang, aber nur knapp zwölf Meter breit“.
Auf diesem schmalen Stück Land hat der 82-Jährige einen Großteil seiner Freizeit verbracht. „Ich wohne seit Mitte der 70er-Jahre auf dem Grundstück. Und seit 50 Jahren machen wir hier immer weiter“, sagt der Rentner. Er hat jeden Baum gepflanzt, jeden Weg selbst von Hand gepflastert und insgesamt drei kleine Teiche ausgehoben.
Auch die asiatisch anmutenden Hütten und Tore hat er selbst gebaut, sagt er, „aus alten Telegraphenmasten“. Für die vielen kleinen Skulpturen am Rand hat er Formen modelliert und sie dann in Beton gegossen. Die meiste Arbeit machen aber die vielen Pflanzen, Hecken und Sträucher im Garten, sagt er. Dort gibt es Rhododendren, einen Ginkgo-Baum, Bambus oder asiatischen Zierahorn. Alle feinsäuberlich gestutzt und gepflegt.
Ist das der schönste Garten in Königs Wusterhausen?
Weite Teile des Gartens sehen aus wie Ziergärten in Japan oder China. „Ich war ab und zu mal in Asien. Da fand ich es immer ganz gut“, sagt der Hobbygärtner, und so habe er sich inspirieren lassen. Im mittleren Teil des Schlauchgrundstücks gibt es zudem einen Teil, der beinahe etwas nach Landwirtschaft aussieht: Dort baut der Rentner Tomaten, Mangold, Basilikum und Gurken an. Sogar ein paar Tabakpflanzen stehen dort.
Hier sind 13 Bilder aus dem langen Garten am Nottekanal zum Durchklicken:
Rainer Kietzke hat jahrzehntelange Erfahrung mit den Pflanzen in seinem Garten: „Vor der Wende haben wir hier Tomaten, Paprika und Stachelbeeren angebaut und dann gleich drüben im Konsum verkauft. Das war ein gutes Geschäft“, erzählt er. Damals hatten Sie sogar jahrelang riesige Spargelbeete auf dem halben Grundstück. „Da wurde fuhrenweise Mist reingefahren.“
Garten am Nottekanal gelingt nur gemeinsam
Heute konzentriert Kietzke sich aber auf den schönen Teil des Gartens. Ob es der schönste in ganz Königs Wusterhausen sei? Das wisse er nicht, sagt er und lacht: „Aber das stand vor Jahren schon mal so in der Zeitung.“ Er selbst will sich aber für diesen Artikel nicht fotografieren lassen und lässt lieber die Bilder seines selbst geschaffenen Idylls für sich sprechen.
Zum Glück muss er auch nicht die ganze Arbeit alleine machen: „Meine Frau mäht den Rasen. Das ist ihre Aufgabe.“ Außerdem kümmere sich die Gattin um den vorderen Teil des Gartens zur Scheederstraße hin.
Vieles hat sich in den vergangenen 50 Jahren in seinem Garten verändert, sagt Rainer Kietzke. Eines ist ihm erst kürzlich bei der Gartenarbeit aufgefallen: Der Grundwasserspiegel ist deutlich abgesackt. „Früher bin ich auf 80 Zentimeter auf Grundwasser gekommen. Jetzt wollte ich das meinen Enkeln zeigen, aber bei einem Meter kam nichts mehr.“














