Höfenacht 2026 in Königs Wusterhausen: Die schönsten Bilder vom Fest

Der Mittenwalder Karnevalsverein führte bei der Höfenacht 2026 in Königs Wusterhausen Rotkäppchen und der Wolf auf. An dem Stück gab es eine Besonderheit.
Maria Häußler- Höfenacht in Königs Wusterhausen: 25 Höfe öffnen zwischen 18 und 24 Uhr.
- Regen prägt das Fest, erwartet waren rund 15.000 Gäste, es kamen wohl weniger.
- Bürgermeisterin eröffnet, zieht mit BrassAppeal und Königlicher Hofgesellschaft los.
- Karnevalsverein spielt „Rotkäppchen und der Wolf“, mit umgedichteten Liedern.
- Entlang der Bahnhofstraße: Musik, Kunstaktion mit vergoldeten Bruchstücken und Glücksrad.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ein kalter Nieselregen fällt auf die Besucherinnen und Besucher der Königs Wusterhausener Höfenacht im Speckgürtel von Berlin. Schirme spannen sich unter einer bunten Quallendekoration am Hof „Schmitz Katze“ in der Karl-Marx-Straße.
Heute, am 4. Juli 2026, öffnen zwischen 18 und 24 Uhr 25 Höfe ihre Tore. Rund 15.000 Gäste werden erwartet, ganz so viele waren es vermutlich wegen des Wetters nicht. Auf der Bahnhofstraße ist in diesem Jahr etwas weniger Platz: Die Pflasterarbeiten sind noch nicht abgeschlossen, doch sie beschränken sich derzeit noch auf den hinteren Teil Richtung Nottekanal.
Die meisten der teilnehmenden Höfe sind in der Bahnhofstraße angesiedelt, doch auch in der Cottbusser Straße, der Karl-Marx-Straße und der Eichenallee erwartet die Besucher ein buntes musikalisches Programm.
„Der Regen ist eine Katastrophe für Königs Wusterhausen“
Bürgermeisterin Michaela Wiezorek eröffnet die Veranstaltung mit einer Rede und macht sich anschließend gemeinsam mit BrassAppeal und der Königlichen Hofgesellschaft auf ihren traditionellen Rundgang durch die Höfe. „Regen gab es, glaube ich, noch nie bei der Höfenacht“, sagt sie und verspricht: „Es hört auf. Das ist nur der Moment.“
Das tut es, aber nur kurz. Die Menschen auf der Straße sprechen also viel über das Wetter. „Das ist eine Katastrophe für KW“, sagt Ulrich Möller, der das Fest wegen des Regens verlässt. „Es ist unangenehm. Letztes Jahr konnte man auf den Straßen kaum laufen, heute war es viel leerer.“
Einige Anwohner haben sich aber doch herausgetraut. Petra aus Zeuthen sucht unter einem Baum in der Nähe des Imbisses „Kanalwurst“ Schutz. „Das bisschen Regen sollte uns nicht abschrecken“, sagt sie. „Ich hoffe die Leute kommen trotzdem, das vorzubereiten ist so viel Arbeit.“ Die 65-Jährige freut sich auf die Band „Graubärte“ im Weinladen. Die machen richtige Rockmusik, für unsere Generation.“

Auf der Höfenacht in Königs Wusterhausen gab es Pulled Pork im Brötchen und Quiche zu essen.
Maria HäußlerAuch Marina und Ute aus Königs Wusterhausen lassen sich die Laune vom Wetter nicht verderben. Ute beißt in einen Burger mit Pulled Pork und Marina gönnt sich eine Quiche von Schmitz Katze. Sie möchten sich auf jeden Fall das Theaterstück vom Karnevalsverein Mittenwalde anschauen.
Das Stück startet schon gegen 19 Uhr auf dem Brunnenplatz. Die Zuschauer versammeln sich in einem großen Kreis vor dem Bierausschank. Rotkäppchen tanzt und der Wolf will die Großmutter verführen. Passend zum Stück werden verschiedene Lieder wie „Griechischer Wein“ oder „Männer sind Schweine“ eingebaut und umgedichtet. Das Stück führe der Karnevalsverein schon seit rund zehn Jahren auf, sagt „Rotkäppchen“ Katja Spieß. „Jetzt lebt es nach einer Pause wieder neu auf – für KW und die Höfenacht“.
Die Angebote der Höfe sind unterschiedlich. Vor dem Vodafone-Otelo-Geschäft trällert das Spree-Duo „Rote Lippen soll man küssen“, am anderen Ende der Bahnhofstraße geht es ruhiger zu. Die Besucher bilden dort aus Stofffetzen ein gemeinsames Kunstwerk, die Zwischenräume werden vergoldet. „Das soll deutlich machen, dass Bruchstücke und Narben etwas Wertvolles sind“, erklärt Kunsttherapeutin Astrid Glanz. Sie begleite und berate Menschen in Umbruchsituationen.
Am Glücksrad vor dem Gesundheitshaus Stettnisch bildet sich eine Schlange. Der 16-Jährige David sagt, er will am liebsten eine Brille gewinnen, und dreht das Rad. Die Mitarbeiterin reicht ihm seinen Gewinn, einen Jutebeutel. David sagt, er sei vor allem zur Höfenacht gekommen, um Bekannte zu treffen: „Da versammelt sich ganz Königs Wusterhausen“.






