Klinikum Dahme-Spreewald
: Tarifeinigung in Lübben und Königs Wusterhausen

UPDATE 30. Juli:  Der Tarifstreit im Klinikum Dahme-Spreewald ist beendet. Das ist das Tarifergebnis für die nichtärztlichen Beschäftigten.
Von
Daniel Jander,
Tilo Winkler
Lübben
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Die Spreewaldklinik Lübben ist Teil des Klinikums Dahme-Spreewald.

Klinikum Dahme-Spreewald heute

Die Spreewaldklinik Lübben ist Teil des Klinikums Dahme-Spreewald. Verdi ruft zum Warnstreik auf.

Klinikum Dahme-Spreewald
  • Ver.di ruft am 17. und 18. Juli 2025 zu Warnstreiks in Lübben und Königs Wusterhausen auf.
  • Streitpunkt: Arbeitgeberangebot liegt unter den Tarifregelungen des öffentlichen Dienstes.
  • Hauptforderungen: 8 % Entgelterhöhung, höhere Zulagen und Angleichung des Weihnachtsgelds.
  • Auszubildende sollen 150 € mehr Vergütung und 90 % Jahressonderzahlung erhalten.
  • Klinikum Dahme-Spreewald erwirtschaftete 2023 einen Gewinn von 4,04 Mio. Euro.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Für die nichtärztlichen Beschäftigten bei der Klinikum Dahme-Spreewald GmbH gibt es eine Einigung im Tarifstreit. Das teilt die Gewerkschaft Verdi mit. Es gibt demnach mindestens sieben Prozent mehr Entgelt in drei Schritten und 500 EUR Einmalzahlung.

Das sind die Details der Tarifeinigung laut Verdi:

  • Mit der Tarifeinigung werde eine Einmalzahlung in Höhe von 500 EUR gezahlt. Zum 1. August 2025 erhöhen sich die monatlichen Entgelte um 3 Prozent, dabei mindestens um 110 EUR.
  • Dreizehn Monate später, zum 1. September 2026, erfolgt eine weitere Erhöhung um 3 Prozent. Dabei wird das monatliche Entgelt für die Pflegebeschäftigten zusätzlich um weitere 50 EUR erhöht.
  • Ab dem 1. April 2027 wird das monatliche Entgelt noch einmal um 1 Prozent erhöht. Die Tarifeinigung hat eine Laufzeit von 27 Monaten, vom 1. April 2025 bis zum 30. Juni 2027.
  • Neben der Erhöhung der monatlichen Entgelte werden ab dem 1. Oktober 2025 die Nachtzuschläge von bislang 20 Prozent auf 25 Prozent und für die Nachtzeit von 0 Uhr bis 4 Uhr auf 40 Prozent erhöht. Auch für die Beschäftigten im nächtlichen Bereitschaftsdienst werde der Nachtzuschlag von 15 Prozent auf 20 Prozent erhöht.
  • Für die Auszubildenden erhöhe sich die Ausbildungsvergütung rückwirkend ab dem 1. Juli 2025 um 100 EUR.
  • Für Altenpflegehelfer mit einjähriger Ausbildung und für Hebammen und Entbindungspfleger erfolgt jeweils zum 1. Juli 2025 eine Höhergruppierung um eine Entgeltgruppe.
  • Zusätzlich haben sich die Klinik und Verdi verpflichtet, über die Eingruppierung von Hebammen und Entbindungspflegern weitere Verhandlungen zu führen.

Dem vorangegangen waren Warnstreiks an den Standorten Spreewaldklinik in Lübben und am Achenbachkrankenhaus in Königs Wusterhausen.

Der Landkreis Dahme-Spreewald als Mehrheitseigentümer der Klinikum Dahme-Spreewald GmbH fährt derzeit einen Sparkurs. Am 12. Mai verhängte der Landkreis eine zeitlich begrenzte Teil-Haushaltssperre. Für den Haushalt für 2026 werden gravierende Einsparungen und höhere Belastungen für Kommunen und Familien erwartet.

Die Klinikum Dahme-Spreewald GmbH

Die Klinikum Dahme-Spreewald GmbH betreibt im Landkreis Dahme-Spreewald in Königs Wusterhausen das Achenbachkrankenhaus mit 267 Planbetten und in Lübben die Spreewaldklinik Lübben mit 181 Planbetten. Seit 2013 besteht ein Haustarifvertrag, den ver.di alle zwei Jahre neu verhandelt hat. Zum 31. März 2025 wurde der Haustarifvertrag gekündigt. Der Landkreis Dahme-Spreewald ist mit 51 Prozent Mehrheitseigentümer der Klinikum Dahme-Spreewald GmbH. Der private Klinikkonzern Sana Kliniken ist Eigentümer der anderen 49 Prozent.
Im Jahr 2023 konnte die Klinik einen Gewinn von 4,04 Millionen EUR erwirtschaften. Im Jahr 2022 betrug der Gewinn 1,84 Millionen EUR und im Jahr 2021 3,2 Millionen EUR. Zum 30. September 2024 konnte ein Gewinn von 2,14 Millionen EUR ausgewiesen werden. Für das Jahr 2025 ist im Wirtschaftsplan ein Gewinn von 1,62 Millionen EUR eingeplant. (Quelle: Haushaltsplan 2025 des Landkreises Dahme-Spreewald)