Königs Wusterhausen
: Gruseln und Vandalismus – gemischte Bilanz nach Halloween

In Königs Wusterhausen, Wildau und Zeuthen wurde Halloween gefeiert. Viele Kinder hatten eine unvergessliche Nacht. Andere berichten von geklauten Süßigkeiten und zerstörter Deko.
Von
Till Eichenauer
Königs Wusterhausen
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Die Halloween-Deko von Katja Löhlein in Königs Wusterhausen: „Ich finde es wichtig, dass für die Kinder noch was gemacht wird. Es gibt ja oft zu wenig.“

Die Halloween-Deko von Katja Löhlein in Königs Wusterhausen: „Ich finde es wichtig, dass für die Kinder noch was gemacht wird. Es gibt ja oft zu wenig.“

Katja Löhlein
  • Halloween in Königs Wusterhausen, Wildau, Zeuthen und Eichwalde: Feierlaune mit viel Deko und Kinderfreude.
  • 100 Süßigkeitenbeutel bei Katja Löhlein in Königs Wusterhausen schnell vergriffen.
  • Eltern und Kinder loben die stimmungsvolle Atmosphäre und die Nachbarschaftsaktionen.
  • Berichte über gestohlene Süßigkeiten und zerstörte Deko trüben die Feier in Zeuthen und Wildau.
  • Polizei bestätigt: Keine offiziellen Straftaten während des Halloween-Wochenendes gemeldet.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Kleine Hexen, Zombies und Piraten liefen am Freitagabend in Königs Wusterhausen, Wildau, Zeuthen und Eichwalde durch die Straßen, um Süßes einzusammeln und sich ein wenig von den dekorierten Häusern und Gärten erschrecken zu lassen. Aber leider war nicht alles am Halloween-Wochenende nur Verkleidung und gruseliger Schein – es waren auch echte Diebe und Vandalen unterwegs.

Katja Löhlein kann zumindest aus der Käthe-Kollwitz-Straße in Königs Wusterhausen nur Gutes berichten: „Ich hatte dieses Jahr 100 Beutel mit Süßigkeiten vorbereitet. Um kurz nach sieben war auch schon alles leer.“ Die Kinder aus der Nachbarschaft kommen seit Jahren zu ihr. Angefangen hat Löhlein mit dem Halloween-Spaß, als ihre eigene Tochter noch klein war. „Während Corona sind wir von losen Süßigkeiten auf Beutel umgestiegen. Im letzten Jahr hatte ich 80 – im nächsten muss ich wohl 120 fertig machen.“

Die Angestellte wohnt in einem Mehrfamilienhaus. Möglich sei die schöne Tradition, weil man in ihrem Hausaufgang eine gute Gemeinschaft bildet: „Meine Freundin wohnt zwei Etagen über mir, die macht immer fleißig mit beim Dekorieren. Und auch die beiden älteren Damen im Haus haben immer noch Süßes da“, so Löhlein. Die Kinder freuen sich über die Süßigkeiten und die älteren Herrschaften über die kurzen Besuche der Nachbarskinder.

„Glücklichen Gesichter“ rund um Königs Wusterhausen

In den sozialen Medien finden sich am Halloween-Wochenende viele Beiträge, in denen Bewohner in Königs Wusterhausen, Wildau, Zeuthen und Eichwalde eingeladen, bei ihnen vorbeizukommen und sich ein paar Naschereien abzuholen. Oft waren die Häuser mit ausgefallenen Gruseldekorationen geschmückt. In Königs Wusterhausen konnte man etwa in einem Haus hautnah die Game-of-Thrones-Geschichte erleben.

Viele Eltern bedanken sich herzlich für die freundlichen Angebote und schwärmen von der schaurig-schönen Gruselatmosphäre in den Straßen. „Wir sind gestern auf unserer Runde zahlreichen glücklichen Gesichtern begegnet, sind auf Nachbarn gestoßen, die unsere Kinder willkommen geheißen haben“, schreibt ein Familienvater aus Wildau begeistert. Zudem gab es eine große Zahl an Veranstaltungen am langen Wochenende.

Kein schönes Halloween für Familie in Zeuthen

Aber nicht allen bleibt das Halloween-Wochenende in positiver Erinnerung. Lisa Wimmer aus Zeuthen hatte auch mit einer Nachbarin zusammen eine Schüssel mit Süßigkeiten vor ihr Haus gestellt. „Einmal hatte ich aus dem Fenster gesehen, da kam gerade ein kleines Gespenst mit seiner Mama und hat sich was mitgenommen“, erzählt die Zeuthenerin.

Als Lisa Wimmer nach einer Stunde noch einmal schaut, war die ganze Schüssel weg. „Das haben wir so zum ersten Mal erlebt und das hat uns sehr traurig und wütend gemacht. Jedes Jahr kommen Kinder in tollen Kostümen vorbei und dass vielleicht einige bei uns vor einem leeren Tisch gestanden haben, macht mich wirklich traurig“, sagt sie. Zumindest die Schüssel hätte sie gerne zurück.

Halloween-Deko in Wildau geklaut

Insgesamt habe Lisa Wimmer das Gefühl, dass in diesem Jahr viel zerstört und gestohlen wurde. Zum Glück sei die Deko vor dem Haus unversehrt geblieben. Dieses Glück hatten wohl nicht alle Halloween-Fans in der Stadt. Zwei Frauen aus Wildau beklagen unabhängig voneinander auf Facebook, dass ihnen der Geister- und Kürbis-Schmuck vom Gartenzaun geklaut wurde.

Eine andere Dame aus Wildau postet das Bild eines zertretenen Kürbisses. Für ihre kleine Tochter sei es ein Schock gewesen und „es flossen viele Tränen – sie hatte sich so auf das gemeinsame Schnitzen und Dekorieren gefreut.“

Viele der geschädigten Halloween-Bastler überlegen in ihren Social-Media-Posts laut, ob sie sich nächstes Jahr noch einmal die Mühe machen sollen. Auf Nachfrage erklärte die Polizei, dass in und um Königs Wusterhausen am Halloween-Wochenende zumindest keine Straftaten gemeldet wurden.