Mäc Geiz in Wildau: Schließt der Discounter bei Königs Wusterhausen?

Die Mäc Geiz‑Filiale in Wildau bei Königs Wusterhausen. Wird sie geschlossen und was würde das für die Anwohnenden bedeuten?
Marlene Wetzel- Mäc Geiz hat Insolvenz angemeldet, der Betrieb in gut 180 Filialen läuft vorerst weiter.
- Schließungen sind möglich – welche Standorte betroffen sind, ist noch offen.
- Als Gründe nennt das Unternehmen Konsumzurückhaltung, Onlinehandel sowie hohe Energie- und Lohnnebenkosten.
- In Wildau kaufen viele Anwohnende Non-Food ein und verbinden dies mit Rewe und Dm.
- Mehrere Kundinnen und Kunden würden eine Schließung bedauern, Alternativen gelten als unpraktisch.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mäc Geiz hat Insolvenz angemeldet. Das wurde am Dienstag (12. Mai) bekannt. Der Geschäftsbetrieb in den gut 180 Filialen soll vorerst weiterlaufen. Schließungen sind jedoch möglich. Welche Standorte konkret betroffen sein werden, ist demnach „Gegenstand laufender Gespräche, insbesondere mit den Vermietern“.
Anhaltende Konsumzurückhaltung, die wirtschaftlichen Unsicherheiten sowie den wachsenden Onlinehandel nennt Mäc Geiz als Gründe für den Insolvenzantrag. Hinzu kämen „hohe Energie- und Lohnnebenkosten, die die wirtschaftliche Entwicklung zusätzlich belasten“, teilte das Unternehmen mit.
Auch in Wildau gibt es einen Mäc Geiz. An diesem Freitagmittag (15. Mai) ist zwar auf dem gemeinsamen Parkplatz mit Rewe und Dm insgesamt viel los, aber im Vergleich zum Supermarkt und der Drogerie bei Mäc Geiz vergleichsweise wenig. Steht der Filiale die Schließung bevor und wie würden die Anwohner den Verlust empfinden?
Was Kunden bei Mäc Geiz in Wildau kaufen
Die meisten Kundinnen und Kunden, die zu Mäc Geiz in Wildau gehen, scheinen in der Nähe zu wohnen und den Gang zu dem Non-Food-Discounter mit einem Einkauf bei Rewe und Dm zu verbinden – zumindest diejenigen, die befragt wurden. Er mache eine „Runde“, gibt etwa ein Anwohner an, der bei Mäc Geiz Schreibwaren und Sekundenkleber gekauft hat und mit dem Fahrrad unterwegs ist. Er gehe hier regelmäßig einkaufen und findet, eine Schließung des Mäc Geiz sei ein großer Verlust. Denn das A10 Center sei für die Dinge, die er hier kaufe, zu weit entfernt.
Ähnlich empfindet das auch Anwohner Dirk Märkisch. Einen Laden, wo man alles bekäme, gebe es sonst nicht mehr in der Gegend. Er geht ein- bis zweimal die Woche bei Mäc Geiz „alles für den Haushalt“ einkaufen, heute möchte er Malerbedarf besorgen.
A10 Center Wildau zu weit weg, zu groß und zu voll
Heike Wöhler aus Kablow verrät, sie kaufe bei Mäc Geiz circa einmal im Monat ein, und zwar alles, was sie bei Rewe und Dm nicht bekäme, besonders Schreibwaren. Wenn Mäc Geiz schließt, würde sie auf den Textil-Discounter Kik oder den Non-Food-Discounter Tedi in Wildau ausweichen, der ungefähr zwei Kilometer entfernt ist. Das A10 Center sei ihr zu groß und zu voll – und, ebenso wie der erste befragte Anwohner, findet sie es „praktisch“, dass Mäc Geiz in der Nähe ist.
Eine richtige Ausweichmöglichkeit für Mäc Geiz sieht eine andere Anwohnerin nicht. Der Tedi sei ihr zu voll und Kik habe vor allem Kleidung. Sie komme gezielt hierher und würde den Laden auch vermissen, wenn er nicht mehr da wäre, sagt sie. Heute ist sie mit einer Freundin auf der Suche nach einer Geburtstagskarte. Bastelkram, Deo, Geschenkpapier, Kleinkram: Bei Mäc Geiz finde sie immer was, verrät die Anwohnerin – gerade zu Anlässen wie Weihnachten, Ostern, Geburtstagen. Meistens würde sie sogar mehr kaufen, als sie möchte.
„Schade“, bedauert eine andere Dame, auf die mögliche Schließung angesprochen. Die Mitarbeitenden seien immer sehr freundlich.
Von der Filial- und Bezirksleitung gab es keine Auskunft zu einer möglichen Schließung. Auf Nachfrage verwiesen beide auf die Unternehmensleitung. Diese wurde ebenfalls angefragt, hatte bis Redaktionsschluss jedoch noch nicht geantwortet. Sobald Klarheit bestehe, werde Mäc Geiz „transparent und zeitnah informieren“, hatte das Unternehmen zuvor erklärt.


