Nach Tod in Eichwalde
: Radfahrer fasst Taschendieb –  Todesursache geklärt

UPDATE 16.25 Uhr: Nachdem eine 83-jährige Frau in Eichwalde beklaut wurde, wurde der Dieb gestellt und verstarb plötzlich. Das ist der Grund für seinen Tod.
Von
Jana Scholz
Eichwalde
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In Eichwalde nahm ein Taschendiebstahl ein dramatisches Ende. Eine Person starb. Was ist passiert?

In Eichwalde nahm ein Taschendiebstahl ein tragisches Ende – der Dieb verstarb plötzlich und unerwartet auf offener Straße.

Dennis Lloyd Brätsch
  • Ein Diebstahl in Eichwalde endet tragisch, als der Täter stirbt.
  • Täter stiehlt Tasche einer 83-Jährigen, wird von einem 42-jährigen Radfahrer verfolgt und überwältigt.
  • Dieb erleidet möglicherweise Herzinfarkt, Obduktionsergebnis wird erwartet.
  • Polizei betont, Radfahrer trifft keine Schuld.
  • Diskussion über Grenzen der Zivilcourage und rechtliche Aspekte entbrannt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am Sonntagvormittag (13. April) wurden einer 83-jährigen Frau in Eichwalde auf der Straße Handtasche und Rucksack geklaut. Ein Radfahrer hatte beherzt eingegriffen, indem er die Verfolgung des Räubers aufnahm, der auf einem Elektroroller mit seiner Beute flüchtete. Der couragierte 42-Jährige wurde dabei von dem Flüchtigen vom Fahrrad gestoßen, verfolgte den Taschendieb aber dann weiter zu Fuß. Es kam zu einem Handgemenge, bei dem der Dieb ein Messer gezückt haben soll.

Später gelang es dem Helfer, den Mann zu überwältigen und bis zum Eintreffen der alarmierten Polizei fixiert am Boden zu halten. Schließlich erfuhr der dramatische Fall eine äußerst tragische Wendung. Als nämlich die Beamten dem am Boden liegenden Taschendieb Handschellen anlegen wollten, nahmen sie war, dass der Mann im Gesicht blau angelaufen war. Sofort eingeleitete Reanimationsmaßnahmen durch die Polizisten, Zeugen und den Rettungsdienst blieben erfolglos, der Mann verstarb vor Ort.

Nach Tötungsdelikt: Muss der Helfer mit einer Strafe rechnen?

Auf Nachfrage bei der Polizeidirektion Süd in Cottbus sind über den 42-jährigen Fahrradfahrer keine Informationen zu bekommen. „Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass der Mann die Sache selbst erst einmal verdauen muss“, sagt eine Polizeisprecherin.

Inzwischen ist bekannt, dass der Dieb von Eichwalde an einem akuten Herzversagen verstorben ist. Die Polizei teilt dazu mit, dass das die durchgeführte rechtsmedizinische Autopsie seines Leichnams ergeben habe. Auch sei zwei Tage nach dem Vorfall die Identität des Mannes geklärt. Es handelt sich bei dem verstorbenen Taschendieb um einen 63-jährigen Mann aus dem südlichen Brandenburg, der in der Vergangenheit wegen Verstößen gegen das Betäubungsgesetz straffällig geworden war.

Da nun bestätigt ist, dass der Mann nicht durch Fremdeinwirkung verstorben ist, heißt es seitens der Polizei nun auch offiziell, dass der Radfahrer keinerlei Schuld am Tot des Mannes habe und deswegen auch nicht belangt werde. Da bei dem verstorbenen Langfinger eine erhebliche gesundheitliche Vorschädigung des Herzens vorlag, konnten auch die unmittelbar eingeleiteten Reanimationsmaßnahmen deshalb nicht sein Leben retten.

Unklar ist auch immer noch die Identität des Mannes, der nach einem Taschendiebstahl in der Eichwalder Lessingstraße verstorben ist. Ersten Angaben zufolge werde der Mann auf etwa 55 bis 60 Jahre geschätzt. „Es gibt erste Anhaltspunkte zur Person, aber diese müssen erst noch vollständig überprüft werden“, sagt die Polizeisprecherin.

Zivilcourage: Wo gibt es Grenzen?

Die Nachricht des toten Mannes in der Lessingstraße verbreitete sich in und um Eichwalde wie ein Lauffeuer. Auf Facebook und via Whatsapp wurden Nachbarn und Freunde über den Vorfall informiert und die Nachricht des Dramas weitergeleitet. Auffallend sind die Kommentare in den Ortsgruppen des sozialen Netzwerks Facebook, die den Mann auf dem Fahrrad als Helden betiteln und mit einem Orden für seinen Einsatz auszeichnen wollen.

Zivilcourage wird von vielen als eine wichtige gesellschaftliche Tugend betrachtet, die in vielen Lebenssituationen zum Einsatz kommen kann. So rät zum Beispiel eine Initiative der polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes zum Hinsehen, Handeln und Helfen, statt wegzuschauen und setzt sich dafür mit verschiedenen Kampagnen ein.

  • Kriminaltechniker der Polizeidirektion Süd sichern Spuren am Tatort und untersuchen die Leiche des Taschendiebs.

    Kriminaltechniker der Polizeidirektion Süd sichern Spuren am Tatort und untersuchen die Leiche des Taschendiebs.

    Dennis Lloyd Brätsch
  • Kriminaltechniker sicherten bis in den Abend Spuren am Tatort.

    Kriminaltechniker sicherten bis in den Abend Spuren am Tatort.

    Dennis Lloyd Brätsch
  • Die Lessingstraße war komplett gesperrt. Ein Zelt wurde aufgebaut.

    Die Lessingstraße war komplett gesperrt. Ein Zelt wurde aufgebaut.

    Dennis Lloyd Brätsch
  • Polizei und Kriminaltechniker am Tatort.

    Polizei und Kriminaltechniker am Tatort.

    Dennis Lloyd Brätsch
  • Die Leiche wird obduziert. Die Leiche wurde abtransportiert.

    Die Leiche wird obduziert. Die Leiche wurde abtransportiert.

    Dennis Lloyd Brätsch
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Um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten und rechtliche Probleme zu vermeiden, rät das Internetportal Körperverletzung.com des Verlags für Rechtsjournalismus mit Sitz in Berlin, unter anderem diese Punkte zu beachten:

► Rechtliche Grenzen: Personen, die Zivilcourage zeigen, müssen die Gesetze beachten. Das bedeutet, dass man selbst keine Straftaten begehen sollte, wie etwa Hausfriedensbruch oder Körperverletzung, auch wenn die Absichten gut sind.

► Eigene Sicherheit: Die Sicherheit der eigenen Person sollte immer im Vordergrund stehen. Es ist wichtig, Risiken realistisch einzuschätzen und keine unverhältnismäßigen Gefahren einzugehen.

► Effektivität des Eingreifens: Manchmal kann unüberlegtes Eingreifen eine Situation verschlimmern. Es ist entscheidend, die Lage richtig einzuschätzen und gegebenenfalls Fachleute, wie beispielsweise die Polizei hinzuzurufen.