Sperrung in Königs Wusterhausen
: Warum der Holzweg am Kanal weiter gesperrt bleibt

Seit über einem Jahr ist der Weg am Kanal in Königs Wusterhausen abgesperrt. Das Holz ist morsch. Will die Stadt etwas dagegen unternehmen?
Von
Maria Häußler
Königs Wusterhausen
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Holzweg am Kanal in Königs Wusterhausen

Der Holzweg am Nottekanal in Königs Wusterhausen bleibt gesperrt. Die Steganlage ist laut Stadt akut marode.

Maria Häußler
  • Königs Wusterhausen sperrt den Holzweg am Nottekanal weiter – die Steganlage ist marode.
  • Laut Stadt besteht eine akute Gefährdung, da Holz und Unterkonstruktion stark beschädigt sind.
  • Sanierung wurde auf rund 120.000 Euro geschätzt, ist wegen Haushaltslage derzeit nicht möglich.
  • Empfohlen sind langlebige Materialien, doch Pflichtaufgaben haben Vorrang in der Prioritätenliste.
  • Trotz Absperrung wird der Weg teils genutzt, während die verpachtete Aussichtsplattform wieder offen ist.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) zeigt sich entlang des Nottekanals von seiner schönsten Seite: Schwäne, Seerosenblätter und eine ruhige Atmosphäre laden zum Flanieren ein. Nur leider ist das bereits seit Januar 2025 nicht mehr uneingeschränkt möglich. Der schmale Weg unterhalb des Restaurants Jagdschloss 1896 ist vom Weinladen bis zum Imbiss Kanalwurst abgesperrt. Dort geht er in einen 120 Meter langen Holzweg über.

Das Holz ist morsch und die gesamte Konstruktion müsste erneuert werden, teilt Stadtsprecherin Katrin Kunipatz mit. Die Schäden stellten eine „akute Gefährdung für Nutzerinnen und Nutzer der Steganlage dar“.  Die Sanierungskosten belaufen sich laut einer Schätzung aus dem Jahr 2024 auf rund 120.000 Euro. Langlebigere und wartungsärmere Baustoffe, wie verzinkte Stahlträger und Kunststoffbohlen sollten verwendet werden, erklärt sie weiter.

„Derzeit ist die Sanierung aus finanziellen Gründen nicht möglich“, so Kunipatz: „Die aktuelle Haushaltslage macht es nötig, eine Prioritätenliste aufzustellen, wobei Pflichtaufgaben immer Vorrang haben. Aus diesem Grund bleibt die Steganlage bis auf Weiteres gesperrt.“

Kaputter Holzweg in Königs Wusterhausen unzugänglich

Vor Ort ist sichtbar, dass der Weg trotzdem genutzt wird. Die Absperrung ist ausgehängt und steht offen. An den Kunststoffschanken sind zwar dicke Ketten befestigt, diese sind aber so verankert, dass ein Zugang immer noch möglich ist. Lose Bretter sind auf den ersten Blick nicht zu erkennen.

Die Kunden an der Kanalwurst schütteln allesamt den Kopf. Dass der Weg gesperrt ist, hätten sie nicht mitbekommen. „Stört also nicht“, sagt einer von ihnen. Auch eine Familie am Spielplatz gegenüber weiß nichts von der gesperrten Flaniermeile. „Wir sind neu hier“, sagt der Vater. Nur ein älterer Herr stört sich an der Sperrung des Holzwegs.

„Ja, ich würde den Weg gerne wieder nutzen“, sagt er leise. „Viele machen es ja trotzdem. Ich nicht.“ Dass kein Geld dafür da sei, dafür hat er irgendwie Verständnis. Man müsse immer abwägen, sagt er und zuckt mit den Schultern. Auch dass die Bahnhofstraße jetzt saniert wird, habe Vorteile und Nachteile.

Die Aussichtsplattform des Weinladens, die wie der Holzweg im Besitz der Stadt ist, wird bereits seit Mai 2025 wieder genutzt, bestätigte Sprecherin Katrin Kunipatz. Dort gebe es eine Besonderheit: Der Bereich wird verpachtet und wirtschaftlich genutzt. Außerdem zeigte sich, dass die tragende Unterkonstruktion hier intakt war und sich die Schäden auf einzelne mosche Holzbohlen des Belags beschränkten.

Bei der gesamten Steganlage sei das dagegen nicht möglich: „Aufgrund der sanierungsbedürftigen tragenden Unterkonstruktion wäre eine reine Erneuerung des Belags nicht nachhaltig und technisch nicht ausreichend“