Taxi in Königs Wusterhausen
: Taxifahrer kommen am neuen Taxistand ins Schwitzen

Seitdem der Taxistand wegen Bauarbeiten auf den Bahnhofsvorplatz verlegt wurde, müssen die Taxifahrer in Königs Wusterhausen ohne Schatten in der Sonne leiden. Gibt es eine Lösung?
Von
Marlene Wetzel
Königs Wusterhausen
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Taxifahrer in der Sonne: Der Großvater von Andreas Linke (l.) hat auf dem Bahnhofsvorplatz in Königs Wusterhausen schon mit seiner Kutsche gestanden. Bernd Mühlmeister (r.) wünscht sich eine Bank im Schatten.

Marlene Wetzel
  • Taxistand liegt wegen Bauarbeiten auf dem Bahnhofsvorplatz – dort fehlt jeglicher Schatten.
  • Taxifahrer warten teils stundenlang in aufgeheizten Autos, Klimaanlage läuft gelegentlich.
  • Rufsäule steht auf der anderen Straßenseite in 10 bis 15 Metern Entfernung und ist teils nicht hörbar.
  • Stadt begründet Verlegung mit Marktflächenbedarf; Absperrung entschärft parkende Autos.
  • Rufsäule bleibt bis voraussichtlichem Ende 2026 am Ort, Sitzbank am Kiosk wird geprüft.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

An diesem Freitag, 29. Mai 2026, knallt die Sonne auf den Bahnhofsvorplatz von Königs Wusterhausen. Es sind zwar „nur“ 25 Grad Celsius an jenem Vormittag, aber man kann sich gut vorstellen, wie der Asphalt dort bei Temperaturen um die 30 Grad Celsius glüht.

Bernd Mühlmeister sitzt in seinem Taxi und bemängelt genau das. Wegen des Umbaus der Bahnhofstraße musste der Taxistand auf den Bahnhofsvorplatz verlegt werden. Das Problem dort: Es gibt nichts, das den wartenden Taxifahrern in ihren Autos Schatten spenden könnte. In der Bahnhofstraße standen die Taxis unter schatten­spendenden Bäumen. „Manchmal heizt sich das Kunstleder so auf, dass du dir den Hintern verbrennst“, sagt Andreas Linke, ein weiterer Taxifahrer.

Früher hatte der ehemalige Blumen-Kiosk wenigstens noch seine Markise ausgefahren, unter die man sich stellen konnte, während man auf den nächsten Fahrgast wartete. Und das könnten manchmal zweieinhalb Stunden werden, sagt Mühlmeister. Doch die Rollläden des Kiosks sind schon lange geschlossen. Das Gebäude steht verwahrlost auf dem Bahnhofsvorplatz. Keine Markise, die Schatten spenden könnte. Nun lässt Mühlmeister manchmal den Motor und damit die Klimaanlage seines Wagens laufen. „Oder eine Bank im Schatten, wo man sich mal hinsetzen könnte“, fällt ihm ein, „das wäre toll“.

Taxi-Rufsäule in Königs Wusterhausen zu weit weg von Taxis

Als der Taxistand hierher verlegt wurde, habe es anfänglich Probleme gegeben, erzählen Mühlmeister und Linke. Weil die Leute weiterhin auf die Fläche gefahren seien, die eigentlich ein Parkplatz ist. Das sei auch gefährlich, finden sie, wenn da Leute hinter den Autos herliefen. Seit die Stadt eine Absperrung aufgestellt habe, sei es aber besser geworden. Sie ärgern sich, dass manchmal trotzdem noch jemand vor der Ausfahrt stehenbliebe, sodass sie nicht herausfahren könnten.

Blöd sei auch, dass die Rufsäule noch immer auf der anderen Straßenseite in ungefähr zehn bis fünfzehn Meter Entfernung stehe. „Manchmal ist es zu laut, dann hören wir sie nicht, oder wir sind nicht schnell genug“, erklärt Linke.

Er versteht nicht, warum der Taxistand schon jetzt verlegt wurde, wo noch der erste Abschnitt der Bahnhofstraße zwischen Cottbuser Straße und Karl-Marx-Straße bearbeitet wird. „Das hätte man doch später machen können“, findet er. „Aber uns hört ja keiner.“ Immerhin habe die Verlegung des Taxistandes keine Auswirkungen auf das Geschäft.

Kein Platz für Taxistand und Markt in Königs Wusterhausen

Dass der Taxistand bereits beim ersten Bauabschnitt verlegt wurde, liege daran, dass die Stadt den Markt, der regelmäßig dienstags und freitags stattfindet, im gesamten restlichen Teil der Bahnhofstraße (zwischen Karl-Marx-Straße und Maxim-Gorki-Straße) unterbringen müsse, teilt Stadtsprecherin Ursula Schlecht auf Anfrage mit.

Der Brunnenplatz, der ebenfalls als Stellplatz für die Marktbetreiber zur Verfügung stehe, werde als Baustelleneinrichtungsfläche benötigt, so Schlecht weiter. Aus verkehrstechnischer Sicht könne der Taxistand an den verschiedenen Wochentagen nicht immer „hin- und herspringen“.

Und zur Rufsäule gibt sie bekannt: „Da die Baumaßnahme in der Bahnhofstraße voraussichtlich Ende 2026 abgeschlossen sein wird, wurde die Rufsäule am bisherigen Standort belassen. Die Verlegung der Rufsäule würde für den vorübergehenden Zeitraum einen großen und teuren Eingriff bedeuten.“

Am Ende ihrer E-Mail aber verspricht sie, dass der ehemalige Kiosk der Stadt gehöre und geprüft werde, ob dort die Möglichkeit bestehe, eine Sitzbank zu installieren.