Hund in Märkisch Buchholz: Hündin Venus – abgemagert und verlassen abgeholt

Pyrenäen-Berghündin Venus ist sehr menschenbezogen, erzählt Manuela Budich. Im Tierheim Märkisch Buchholz sucht sie engen Kontakt zu den Tierpflegerinnen.
Jens Olbrich- Hündin Venus und ein weiterer Hund wurden auf einem verlassenen Bauernhof entdeckt.
- Beide Hunde waren abgemagert und eingesperrt in einer Scheune.
- Venus wurde ins Tierheim Märkisch Buchholz gebracht und hofft auf ein neues Zuhause.
- Die Hunde kannten Schlupflöcher und streiften durchs Dorf, was Anwohner beunruhigte.
- Venus ist menschenbezogen und verschmust, hat eine Augen-OP gut überstanden.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die stattliche Pyrenäen-Berghündin Venus war abgemagert und verlassen, als die Tierpflegerinnen Sara-Marie Hellwig und Manuela Budich sie abholten. Sie war nicht ganz allein. Artgenossin und Hera war bei ihr. Beide Hündinnen waren verlassen, eingesperrt in einer alten Scheune. Das Veterinäramt in Lübben veranlasste schließlich, dass die Vierbeiner ins Tierheim Märkisch Buchholz kommen.
Bis es soweit käme, dass das Veterinäramt einen Hund sicherstellen würde, dauere es eine Weile, erklärt Tierpflegerin Manuela Budich. In diesem Fall sei es wohl berechtigt wegen Vernachlässigung geschehen. Auflagen seien nicht erfüllt worden.
Hunde waren über Wochen sich selbst überlassen
Nach Auskunft von Manuela Budich stamme Venus von einem nicht mehr bewirtschafteten Bauernhof, auf dem sie mit ihrer Artgenossin schon seit mehreren Wochen mehr oder weniger sich selbst überlassen gewesen sei. „Da war wirklich alles verlassen und leer“, erinnert sie sich an den Tag, als sie die Pyrenäen-Berghündin abholte.

Umfallen und den Bauch streicheln lassen. Hund Venus genießt jede Zärtlichkeit. Sie wurde ins Tierheim Märkisch Buchholz eingewiesen und hofft auf ein neues Zuhause
Jens OlbrichDie Hunde kannten wohl sämtliche Schlupflöcher in den Zäunen und nutzten diese, um spazieren zu gehen, Unruhe zu stiften. Im ganzen Ort hätten sie sich herumgetrieben. Anwohner ringsum hätten Angst um ihre Hunde gehabt, was angesichts der Größe von Venus und ihrer Begleiterin durchaus verständlich sei. Nur ein Nachbar hätte sich ein bisschen um die Hunde gekümmert, ihnen Futter und Wasser gegeben.
Wie regelmäßig ist unklar. Wer Hunde kennt, weiß auch, dass sie eigentlich immer Hunger haben. Laut Informationen, die dem Tierheim Märkisch Buchholz in Form von „zugespielten“ Videos vorliegen, könnte es sogar sein, dass Venus und ihre Partnerin auf vier Pfoten ein Schaf gerissen haben. Ein Verdacht, meint die Tierpflegerin. „Man sieht im Video, wie die beiden an einem toten Schaf gefrühstückt haben.“ Es sei jedoch nicht zu sehen gewesen, ob sie es selbst getötet hatten, oder ob es bereits tot gewesen sei.
Besitzer sorgt für Ruhe und sperrt Hunde in Scheune ein
Des Besitzers Lösung für die Ruhe im Dorf sei gewesen, die Hunde in einer großen Scheune einzusperren. „Eine echt große Scheune, sehr geräumig“, meint Manuela Budich. „Das war nicht bloß so ein kleiner, halb verfallener Bau.“ Versorgt worden seien die Tiere auch hier durch den Nachbarn, so wie es ihm eben möglich gewesen sei.

Aufgrund ihrer stattlichen Größe erhielt Hund Venus im Tierheim Märkisch Buchholz den Namen der römischen Göttin der Liebe und Schönheit.
Jens OlbrichIm Januar sei sie mit Kollegin Sara-Marie Hellwig auf den Bauernhof gefahren, erinnert sich Manuela Budich. „Wir sollten sie aus der Scheune herausholen“, erzählt sie. Während Hera sich schnell mit der Leine „abführen“ ließ, hätte Venus immer wieder den „Rückzug“ angetreten. Es hätte schon eine Weile gedauert, um sie „mit Würstchen und Leckerlis zu bestechen“, bis sie sich endlich die Leine umlegen ließ.
Als sie schließlich endlich die Leine angelegt hatten, sei Venus einfach umgefallen. „Sie fiel wirklich um, hat sich auf dem Rücken liegend ergeben“, berichtet die Tierpflegerin amüsiert. Nach viel lieber Zurede sei Venus ein Stück mitgekommen, dann hätte das Spiel von vorne begonnen. Letztendlich sei es geglückt, Venus saß im Auto. Inzwischen hätte sich das gegeben, erzählt die Tierpflegerin. Venus trage, um sich daran zu gewöhnen, ständig eine Schleppleine.
Hund Venus ist ein typischer Herdenschutzhund
„Venus ist sehr menschenbezogen, sehr verschmust“, beschreibt Manuela Budich die Hündin. „Sie möchte am liebsten, dass die Hand anwächst beim Streicheln“, erzählt sie. Eine tolle Hündin sei Venus. Circa 2021 geboren sei sie allerdings ein typischer Herdenschutzhund, der sein Territorium bewachen und dabei auch bellen würde. Zu Menschen sei sie „sehr nett“. Wie sie zu anderen Hunden sei, könne sie so nicht sagen. Wenn vor ihrem Zwinger oder dem Auslauf ein anderer Hund herumläuft, würde sie schon bellen, „aber ohne Schaum vor dem Maul“.
Spendenkonto Tierheim Märkisch Buchholz
IBAN: DE81 1009 0000 7213 9490 09
Berliner Volksbank
Interessenten an Venus oder einem anderen Tier finden die bedürftigen Fellnasen im Tierheim Märkisch Buchholz
● Am Tierheim 1, 15757 Halbe, Tel. 033765 80689, E-Mail: tierheim@tierschutzverein-kw.de
Mittlerweile habe Venus auch schon ein bisschen zugelegt, sei nicht mehr so abgemagert. Eine kleine Augen-OP zur Straffung eines Rolllieds habe sie sehr gut überstanden. Ansonsten sei sie absolut gesund und topfit. Den Namen habe sie im Tierheim bekommen. Aufgrund ihrer Größe hatte es einen Götternamen sein sollen, diesmal entliehen der griechischen Sagenwelt. Venus ist die römische Göttin der Liebe und Schönheit, „verkuschelt“ wie die Pyrenäen-Berghündin ist, also durchaus passend gewählt.


