Weihnachtsbaum Königs Wusterhausen
: Wie der 13 Meter hohe Baum an den Brunnenplatz kam

Am Brunnenplatz in Königs Wusterhausen steht jetzt ein Weihnachtsbaum. Drei Stunden dauert das Fällen beim Spender und Aufstellen am Platz.
Von
Maria Häußler
Königs Wusterhausen
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Weihnachtsbaum

Am Brunnenplatz in Königs Wusterhausen befestigen die Arbeiter den Weihnachtsbaum und die Feuerwehrleute lösen ihn vom Kran.

Maria Häußler
  • In Königs Wusterhausen steht am Brunnenplatz ein 13 Meter hoher Weihnachtsbaum.
  • Der Baum wurde aus einem privaten Garten gespendet und von Spezialisten gefällt und aufgestellt.
  • Der Transport und das Aufstellen des Baums kosteten die Stadt etwa 10.000 Euro.
  • Passanten zeigten sich begeistert, ein Mann betonte die Bedeutung von Weihnachtsstimmung.
  • Die Dekoration und Elektrik des Baums sind noch nicht enthalten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

An diesem Mittwochmorgen um 8 Uhr ist die Karl-Marx-Straße in Königs Wusterhausen gesperrt. Ein Schwerlasttransporter, ein Feuerwehrauto und ein Kran versperren den Weg. Arbeiter in orange leuchtender Kleidung wuseln umher. Hier wird der Weihnachtsbaum für die Stadt gefällt und nur wenige Meter weiter auf dem Brunnenplatz aufgestellt. Der diesjährige Spender steht mit einem dampfenden Becher vor seinem Haus.

Lambert Wolff ist Mitglied im Ortsbeirat Königs Wusterhausen. Dort sei Mitte des Jahres die Frage nach einem Weihnachtsbaum für die Stadt aufgekommen, erzählt er und deutet auf die Bäume hinter ihm. In seinem Garten stehen mehrere Fichten, die er der Stadt anbot. „Die sind relativ groß geworden, deshalb passt das jetzt ganz gut“, sagt er. „Hoffentlich werden die anderen dann in den nächsten Jahren gefällt.“

Spender

Lambert Wolff sitzt im Ortsbeirat von Königs Wusterhausen und hat so erfahren, dass ein Weihnachtsbaum gebraucht wird. Hinter ihm steht die Fichte.

Maria Häußler

Die Werksleiterin des städtischen Betriebshofs Diana Manthey geht zwischen dem Baum im hinteren Teil des Gartens und dem Kran hin und her. „Bei diesem Baum ist es ein bisschen schwierig, deshalb haben wir die Xtreme Worker vor Ort. Die klettern hoch und machen den Baum fest. Sonst machen wir das immer mit der Feuerwehr.“ In früheren Jahren seien in Königs Wusterhausen vier Bäume in der Innenstadt aufgestellt worden, erzählt sie. Aus Kostengründen sei nur noch der zentrale Baum am Brunnenplatz übrig.

Weihnachtsbaum schwebt über Häusern in Königs Wusterhausen

Die Leiter der Feuerwehr reicht nicht über das Haus und die Einfahrt ist zu klein für das Einsatzfahrzeug. Deshalb sichert die Feuerwehr an diesem Tag nur den Transport und löst den Baum wieder am Brunnenplatz vom Kran. Die Stadt hat mit Xtreme Worker eine externe Firma für die Befestigung beauftragt. Ein Baumkletterer in voller Montur raucht noch eine Zigarette vor seinem Einsatz. Dann wird er vom Kran in die Baumkrone gehoben, befestigt die Gurte und seilt sich wieder ab.

Baumkletterer

Baumkletterer Mark freut sich auf den ungewöhnlichen, aber leichten Einsatz in Königs Wusterhausen. Er muss kaum klettern und wird mit dem Kran hochgezogen.

Maria Häußler

„Für uns ist es ein leichter Einsatz“, sagt Baumkletterer Mark. „Schwieriger ist es denke ich für den Kranwagenfahrer, der den Baum rausheben muss“. Das sei ein besonderer Einsatz, normalerweise transportiere er keine Weihnachtsbäume. Im Hintergrund sind das Kreischen der Kettensäge und das Ächzen des Krans zu hören. Der Stamm wird noch einmal weiter oben abgesägt und zurechtgeschnitten. Der Baum schwebt über das Haus und wankt gefährlich beim Absetzen auf den Kranwagen.

Die Kosten belaufen sich laut Sprecherin der Stadt auf etwa 10.000 Euro. „Für das Abschneiden des Baumes, Befestigen des Seils durch Spezialisten, Transport mit dem Kranunternehmen, Aufstellen am Brunnenplatz und die Beseitigung. Die Dekoration und Elektrik ist da noch nicht dabei“, sagt Katrin Kunipatz am Telefon.

Brunnenplatz in Königs Wusterhausen: Passanten freuen sich

Etwa gegen 10 Uhr morgens kommt der Baum am nur ein paar hundert Meter entfernten Brunnenplatz an. 13 Meter sei er hoch, sagt ein Arbeiter. Alles sei nach Plan abgelaufen. „Der ist grade, oder?“, fragt er, während seine Kollegen Holzteile zwischen Baum und dem Rand des Gullydeckels hämmern.

Ob es eine sibirische Tanne oder eine sibirische Fichte ist, darüber ist man sich nicht ganz einig unter den Beteiligten vor Ort. Einer Google-Recherche der Redakteurin zufolge ist es möglicherweise auch eine serbische Fichte, wegen der eher kleinen und hängenden Tannenzapfen.

Einige Passanten filmen und fotografieren begeistert. „Ach, ist das schön. Das freut mich“, ruft eine ältere Dame. „So ein Brummer!“ Ein Mann beobachtet das Geschehen besonders lange und ruhig. „Gerade heutzutage ist es wichtig, so ein Zeichen zu setzen“, sagt Michael Pahlitzsch. Er meine damit die Politik. „Die Leute sehen ja in den Medien, was los ist. Aber wenn die Lichter leuchten und es Schnee gibt, vielleicht kommt dann doch noch Weihnachtsstimmung auf“.