Aktion: 45 Wagemutige springen in den Ruppiner See

Beste Stimmung: Die "Rostocker Seehunde" hatten sich kostümiert.
Eckhard HandkeKurz nach 14 Uhr konnte Glaser rund 300 Zaungäste sowie die abgehärteten Winterbade–Fans begrüßen, die sich sonst auch gerne mal ein Loch ins Eis schlagen, um einzutauchen. Die „Rostocker Seehunde“, die sich dieses Jahr besonders farbenfroh zeigten, bezeichnen den Ruppiner See mittlerweile als ihren „südlichsten Vorposten“. In Neuruppin war die Wassertemperatur mit fünf Grad Celsius für die Winterbader schon fast zu warm. Die Lufttemperatur war mit zehn Grad Celsius doppelt so hoch.
Einige wagemutige Winterschwimmer hatten sich zur Freude der Zuschauer kostümiert. Mitglieder der Vereine „Rostocker Seehunde“ aus Warnemünde, „Klempow–Robben“ aus Wusterhausen, „Saunis vom Arendsee“, „Coole Cöpenixen“ aus Berlin, „Kaltwerder Sprotten“ aus Schwerin und „Lupus Team“ aus Zehdenick wagten sich diesmal ins kühle Nass. Aus der Region machten Sportfreunde des Kanuvereins Neuruppin und Einzelpersonen mit, so wie Doritt Handke aus Neuruppin. „Es ist mein erstes Mal überhaupt, dass ich an einem Winterschwimmen teilnehme“, sagte sie. „Ich dusche aber jeden Morgen nach dem Aufstehen kalt, um meinen Kreislauf auf Trab zu bringen“, erklärte die Kaltduscherin.
Der Strippenzieher des Neuruppiner Winterbadens, Joachim Glaser, hat vor mehr als 30 Jahren mit dem Winterbaden angefangen und blieb von ernsthaften Erkältungskrankheiten seitdem verschont. Diesen Effekt bestätigte auch Erika Kieper aus Kyritz von den „Klempow–Robben“, die erstmals in Neuruppin dabei war.
Alle Winterbader konnten sich im Anschluss in der Thermalsole aufwärmen.