Aktion: Museen in Neuruppin, Rheinsberg und Wustrau wollen zusammenarbeiten

Die Idee zum Kombiticket gab es schon vor rund zwei Jahren. Nun wagt Maja Peers-Oeljeschläger, Leiterin des Museums Neuruppin, einen neuen Vorstoß.
Judith Melzer-VoigtAuf der Tagesordnung des Kulturbeirates am 19. August steht die Benutzungs– und Entgeltordnung fürs Museum Neuruppin. Eine der größten Änderungen in dieser Ordnung ist, dass das Kombiticket eingeführt werden soll. Laut Verwaltung soll auf diesem Wege eine Kooperation mit den Museen in Rheinsberg und Wustrau geschlossen werden. Gäste sollen die Möglichkeit haben, alle drei Einrichtungen zum reduzierten Eintrittspreis zu besuchen. Neun Euro pro Person soll das Ticket nach ersten Entwürfen kosten. Wie viele Tage es gültig sein wird, steht noch nicht fest.
Das Kombiticket soll vor allem einen "werblichen Effekt“ haben, so die Stadt Neuruppin. Die Einrichtungen in Wustrau und Rheinsberg seien darüber hinaus auch an dem Ticket in Verbindung mit einem Werbeflyer interessiert. Bis Ende September soll feststehen, wie die gemeinsame Eintrittskarte heißt und wie lange sie gültig sein wird. Anfang Oktober tagen die Neuruppiner Stadtverordneten. Bis dahin soll die Idee ausgereift sein, damit die Abgeordneten einen Beschluss fassen können.
Laut Dr. Peter Böthig. Leiter des Rheinsberger Tucholsky–Museums, gibt es die Idee zum Kombiticket schon länger. Vor rund zwei Jahren hätten er und die Neuruppiner Museumsleiterin Maja Peers–Oeljeschläger den Einfall gehabt. Dieser wurde aber zurückgestellt, da zumindest in Neuruppin eine Änderung der Museumssatzung nötig ist, um das Ticket einzuführen. Nun habe Maja Peers–Oeljeschläger aber erneut die Initiative ergriffen, so Böthig. Am 12. August soll es ein Treffen zwischen Vertretern der drei Einrichtungen geben. „Ich jedenfalls finde die Idee nach wie vor gut“, so Böthig. In Rheinsberg ist keine politische Entscheidung zu diesem Thema nötig. Mit dem Rheinsberger Bürgermeister Frank–Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler) habe er schon über das Thema geredet und dessen Zustimmung eingeholt.
Der Neuruppiner Kulturbeirat nutzt indes die Sitzung am 19. August auch, um sich zu konstituieren. Das hätte eigentlich schon Anfang des Jahres über die Bühne gehen sollen. Doch nachdem Parteien Kandidaten für den Beirat nominiert hatten, was mit diesen nicht abgesprochen war, trat der Kulturbeirat geschlossen zurück. Im März sollte er dann neu gebildet werden, was die Corona–Pandemie verhinderte (wir berichteten).
Der Ausschuss tagt am 19. August um 18 Uhr im Saal des Neuruppiner Rathauses A.