Asbest und Autowrack im Wald: Die Oberförsterei Neuruppiner sucht die Müllsünder
Längst müssen in den Wäldern nicht mehr nur achtlos weggeworfenes Papier, Flaschen oder irgendwelcher Flugmüll eingesammelt werden. Immer häufiger wird laut Engelmann Müll von Baustellen abgeladen. So zuletzt geschehen zwischen Wulkow und Herzberg, wo noch heute riesige Bigpacks voll mit Dachpappe liegen. Die könne nicht so einfach entsorgt werden, weil sie erst auf ihre Zusammensetzung untersucht werden muss, so Engelmann. Hinzu kommen vielerorts noch Dämmstoffe und Baustoffe aus DDR–Zeiten. "Wenn man es einmal im Auto oder auf dem Hänger hat, könnte man es eigentlich auch gleich zur Müllumladestation bringen“, so Engelmann. Anfang Februar entdeckte die Forst einen alten roten Ford Escort in einer Schneise im Wald bei Tarmow. Das Auto soll zuvor noch in Fehrbellin gesehen worden sein. In einem Wald an der B167 bei Kerzlin sind dann Ende Februar Asbest–Dachplatten gefunden worden — etwa 350 Stück. Beides muss der Landkreis als Sondermüll entsorgen lassen. Die Kosten dafür tragen allen, denn sie werden letztlich auf die Müllgebühren umgelegt.
Die Oberförsterei möchte herausfinden, wer das Auto und die Platten illegal im Wald entsorgt hat. Sie bittet Zeugen, die Hinweise geben können, sich unter 03391 403780 oder per E–Mail an obf.neuruppin@lfb.brandenburg.de zu melden. „Die Hinweise werden selbstverständlich vertraulich behandelt“, so Engelmann.

