ASP in Neuruppin: Verseuchtes Fleisch beim Fleischer entdeckt – das ist bekannt

In einem Schweinemastbetrieb in Mecklenburg-Vorpommern (Symbolbild) wird die Afrikanische Schweinepest (ASP) festgestellt. Das verdächtige Fleisch landet bei einem Fleischer in Neuruppin. So reagiert der Landkreis.
Sina Schuldt/dpaIn eine Fleischerei in Neuruppin wurde Fleisch mit Viren der Afrikanischer Schweinepest geliefert. Das teilt die Kreisverwaltung Ostprignitz-Ruppin am Donnerstag (13. Juni) mit. Das Fleisch mit den für andere Schweine hochansteckenden Viren stammt aus einem Mastbestand im Landkreis Vorpommern-Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern.
Der ASP-Vorfall war nach Angaben des Landkreises in dem Schweinemastbetrieb am 5. Juni amtlich festgestellt worden. In der Folge ergaben epidemiologische Ermittlungen, dass acht Tage zuvor aus dem von der Afrikanischen Schweinepest betroffenen Bestand Tiere geschlachtet wurden und danach unter anderem an die Fleischerei Dülfer in Neuruppin beliefert wurde.
Produktions- und Verkaufsstopp bei Fleischerei in Neuruppin
Für den Zeitraum der Ermittlungen zum genauen Verbleib des Fleisches wurde vom Amt für Verbraucherschutz und Landwirtschaft des Landkreises Ostprignitz-Ruppin ein sofortiger Produktions- und Verkaufsstopp für die Fleischerei Dülfer angeordnet, teilt der Kreis mit. Der Verbleib der betreffenden Fleischlieferung habe durch den Betrieb vollständig nachgewiesen werden können.
„Die unschädliche Beseitigung erfolgte unter Aufsicht der Amtstierärztin. Nach Abschluss der Ermittlungen wurden sowohl der Produktions- als auch der Verkaufsstopp für die Fleischerei Dülfer sofort aufgehoben“, heißt es in der Mitteilung des Landkreises.
Wie es auf Nachfrage heißt, landete von dem betroffenen Fleisch bei Dülfer „nichts im Verkaufstresen, sondern wurde unter behördlicher Aufsicht beseitigt“.
Das Amt für Verbraucherschutz und Landwirtschaft betont ausdrücklich, dass in diesem Zusammenhang keinerlei Verschulden der Fleischerei Dülfer vorliege. Die umgehend eingeleiteten Maßnahmen seien aus Sicht der Tierseuchenbekämpfung „alternativlos und zwingend notwendig“ gewesen, um die mögliche Gefahr einer Verbreitung des ASP-Erregers zu reduzieren. Eine Gefahr für die menschliche Gesundheit habe zu keinem Zeitpunkt bestanden, so der Landkreis weiter.
Die ASP sei nur für Schweine und Wildschweine gefährlich. Andere Tierarten und der Mensch könnten sich nicht mit dem Virus anstecken.


