Autobahn A24 bei Neuruppin
: Seniorin auf Fahrerflucht überschlägt sich bei weiterem Unfall

Eine 86-jährige Autofahrerin verunglückte auf der Autobahn A24. Schnell wurde bekannt, dass sie wenige Minuten zuvor schon in einen weiteren Unfall verwickelt war.
Von
Stefan Zwahr
Neuruppin
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Eine Seniorin sitzt in einem Auto und schaut nach vorn. Eine 86-Jährige war am 23. Dezember 2023 binnen vier Minuten in zwei Unfälle auf der Autobahn A24 bei Neuruppin verwickelt.

Oliver Krato/dpa

Am Tag vor Heiligabend 2023 ereigneten sich auf der A24 vom Autobahndreieck Wittstock kommend zwei Unfälle. Im Rahmen der Unfallaufnahme durch die Polizei zeichnete sich ab, dass eine 86-jährige deutsche Autofahrerin in beide Vorfälle involviert war.

Über die Unfälle berichtet Polizeioberkommissarin Nadine Rübbelke, Dienstgruppenleiterin der Polizeidirektion Nord.

86-Jährige überschlägt sich mit ihrem BMW

Nach ihren Schilderungen kam es am Sonnabend, 23. Dezember, gegen 17.40 Uhr auf Höhe des Kilometer 174,85 zu einem Verkehrsunfall mit Personenschaden. Die 86-jährige deutsche Fahrerin eines BMW befuhr danach den rechten von zwei Fahrstreifen, als das Fahrzeug nach ihren Angaben plötzlich nicht mehr gebremst hat.

Die Seniorin verlor in weiterer Folge die Kontrolle über das Auto, das nach rechts von der Fahrbahn abkam und sich überschlug. Der BMW kam schließlich rechts außerhalb der Fahrbahn auf dem Dach liegend zum Stillstand.

Das nicht mehr fahrbereite Auto wurde durch die Polizei zum Eigentumsschutz sichergestellt. Die Fahrerin sowie der 67-jährige deutsche Beifahrer verletzten sich nach Polizeiangaben schwer – aber nicht lebensgefährlich – und wurden in ein Krankenhaus gebracht.

Unfallflucht auf der A24

Im Rahmen der Verkehrsunfallaufnahme wurde bekannt, dass der BMW vier Minuten zuvor schon in einen anderen Unfall verwickelt war. Zwischen dem Autobahndreieck Wittstock und der Anschlussstelle Herzsprung war eine 50-jährige deutsche Opel-Fahrerin auf dem rechten Fahrstreifen unterwegs. „Auf Höhe von Kilometer 170 fuhr ein Pkw aufgrund zu geringen Sicherheitsabstandes auf den Opel auf und setzte anschließend seine Fahrt, ohne anzuhalten, fort“, berichtet Rübbelke.

Durch die Wucht des Aufpralls verlor die Opel-Fahrerin die Kontrolle über das Fahrzeug und kam nach rechts von der Fahrbahn ab. Bei dem Verkehrsunfall wurde die 50-Jährige schwer, jedoch nicht lebensgefährlich verletzt und zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Für den nicht mehr fahrbereiten Opel wurde ein Abschleppdienst mit der Bergung und dem Abtransport beauftragt.

Der Sachschaden der beiden Verkehrsunfälle beläuft sich auf etwa 61.000 Euro.