Autorennen auf A24
: Russen rasen mit Luxusautos über die Autobahn bei Neuruppin

Eine Gruppe Russen hat sich auf der A111 und A24 ein illegales Autorennen geliefert. Teilweise überholten sie auf dem Standstreifen der Autobahn. Jetzt ist bekannt, wer die Raser waren.
Von
Christian Bark
Neuruppin
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Verkehrsunfall: ARCHIV - 22.03.2024, Brandenburg, Trebbin: Der Schriftzug „Polizei“ auf der Kühlerhaube eines Autos, aufgenommen während einer Verkehrskontrolle an der Berliner Straße. Bei einem Zusammenstoß zweier Fahrzeuge wurde zwei Menschen verletzt. (zu dpa: «Illegales Straßenrennen? Zwei Verletzte bei Zusammenstoß») Foto: Soeren Stache/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Auf den Autobahnen A111 und A24 leistete sich eine Gruppe Russen zwischen den Dreiecken Oranienburg und Wittstock ein illegales Wettrennen. Sie gefährdeten dabei massiv andere Verkehrsteilnehmer. (Symbolbild)

Soeren Stache/dpa
  • Illegales Autorennen auf A111 und A24, Gruppe Russen, Luxusautos wie Mercedes und BMW beteiligt.
  • Massive Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer durch Überholen auf dem Standstreifen und abrupte Fahrstreifenwechsel.
  • Hochzeitsgesellschaft aus Russland, Braut sollte von Berlin nach Stralsund gebracht werden.
  • Polizei stoppte neun Autos, Fahrer identifiziert, Strafverfahren eingeleitet.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mit ihren Luxusautos der Marken Mercedes, BMW, Porsche und Lexus hat sich eine Gruppe Russen ein illegales Straßenrennen auf den Autobahnen A111 und 24 geleistet. Dabei gefährdeten sie mit ihren Manövern billigend andere Fahrzeuge. Das ist bisher zu den Rasern bekannt.

Andere Verkehrsteilnehmer hatten der Polizei am Samstag (5. April 2025) gegen 13 Uhr die Gruppe hochwertiger Pkw gemeldet, die auf der A111 in Richtung Kreuz Oranienburg gewesen war. Die Fahrzeuge seien in verkehrswidriger und grob fahrlässiger Weise unterwegs und mit farbigen Bändern verziert gewesen.

Russen überholen auf A24 bei Kremmen über Standstreifen

Wenig später meldeten weiter Verkehrsteilnehmer die gleiche Fahrzeuggruppe auf der A24 zwischen den Anschlussstellen Kremmen und Fehrbellin in Fahrtrichtung Hamburg. Die Luxus-Pkw überholten über den Seitenstreifen, hielten Sicherheitsabstände nicht ein, wechselten abrupt die Fahrstreifen, um dann wieder stark zu beschleunigen.

Gegen 14 Uhr konnten die Polizei einen Mercedes-Benz GLE und einen Audi A6 aus der Gruppe an der Anschlussstelle Herzsprung zur Kontrolle anhalten. Die weiteren sechs Autos hielten eigenständig auf dem Rastplatz Prignitz/Ost bei Wittstock und wurden von der Polizei kontrolliert.

Bei der Befragung durch die Beamten wurde bekannt, um wen es sich bei der Gruppe, die mit einem Porsche Cayenne, einen Mercedes-Benz E-Klasse, einen BMW 5er Baureihe, einen BMW 3er Baureihe, einen Lexus und einen Mercedes-Benz CLA handelte.

Russische Braut sollte von Berlin nach Stralsund gebracht werden

Die Raser gehörten zu Hochzeitsgesellschaft, welche vornehmlich aus der russischen Föderation stammte. Die Braut hatte mit einem Mercedes-Benz GLE von Berlin nach Stralsund überführt werden sollen. Und die Polizei konnte noch weitere Raser kontrollieren.

Im Nachbarland Mecklenburg-Vorpommern hielt die Autobahnpolizei Linstow auf der A19 einen weiteren BMW 5er Baureihe an, welcher der Hochzeitsgesellschaft zuzuordnen war. Auch hier stellten die Beamten die Identität des Fahrzeugführers fest. Alle Fahrzeuge sind in Deutschland zugelassen.

Nach Feststellung der Personalien, Zeugenbefragungen und Einleitung eines Strafverfahrens wurden die insgesamt neun beschuldigten Fahrer nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Neuruppin vor Ort aus der polizeilichen Maßnahme entlassen.