Bahnverkehr
: Seedammbrücke wird sechs Monate lang zur Baustelle

Der Einbau eines zweiten Bahngleises wird laut dem Brandenburger Infrastrukturministerium während der Bauarbeiten 2020 aber nicht gleich möglich sein.
Von
Judith Melzer-Voigt
Neuruppin
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Die Baumfäller haben vor einiger Zeit schon Platz für die Bauarbeiter gemacht.

Eckhard Handke

Ab dem 13. Juni 2020 und bis zum 12. Dezember 2020 werden die Arbeiten dauern. „Neben der Erneuerung der südlichen Brücke werden am nördlich gelegenen Bauwerk umfangreiche Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt“, heißt es aus dem Infrastrukturministerium. "Im Oktober 2020 werden zudem mehrere Durchlässe zwischen Neuruppin und Kremmen erneuert.“ Für Autofahrer wird es schon ab dem 1. Mai eng. Bis zum 1. November muss die Straße über den Seedamm halbseitig gesperrt werden.  "Während des Einhubs der neuen Brücke Ende Oktober 2020 ist eine ein– bis zweitägige Vollsperrung notwendig“, so Schneider.

Für Pendler soll es einen Ersatzverkehr geben. „Vor dem Seedamm aus Richtung Kremmen wird ein Behelfsbahnsteig mit Bushaltestelle errichtet, von dem der Schienenersatzverkehr nach Neuruppin Rheinsberger Tor und Neuruppin West verkehrt“, so Schneider. Ob es zu längeren Fahrtzeiten kommen wird, konnte sie nicht sagen: Die Abstimmung über den Ersatzverkehr obliegt der DB Regio und dem Verkehrsverbund Berlin–Brandenburg (VBB).

Pendler wünschen sich ein zweites Bahngleis zwischen Neuruppin und Kremmen. „Die DB Netz AG arbeitet gegenwärtig an der Vorentwurfsplanung mit dem Ziel, gemeinsam mit dem Land noch 2019 über die weitere Vorgehensweise zu entscheiden“, erklärte Schneider. Es sei aber nicht möglich, die Sanierung der Seedammbrücke mit dem Bau eines zweiten Gleises zu kombinieren: „Die Seedammbrücke ist abgängig, es droht eine Langsamfahrstelle.“ Darüber hinaus sei ein Schienenersatzverkehr von Neuruppin bis Velten über einen längeren Zeitraum nicht zumutbar.