Bauarbeiten: 1,9 Millionen Euro für die Grundschule Gildenhall

Zufrieden mit dem Baufortschritt: Neuruppins Erste Beigeordnete Daniela Kuzu, Baudezernent Arne Krohn, Sozialdezernent Thomas Fengler sowie Sabine Kugel und Fred Müller vom Bauamt (von links).
Judith Melzer-Voigt„Als wir die Grundschule in Alt Ruppin Mitte der 1990er-Jahre saniert und erweitert haben, haben wir geglaubt, dass wir diese Schule hier bald schließen müssen“, erinnert sich Neuruppins Baudezernent Arne Krohn mit Blick auf die Gildenhaller Einrichtung. „Aber das ist selbst heute noch nicht in Sicht.“ 135 Kinder besuchen derzeit die Schule direkt am Ruppiner See, 35 davon sind Einschüler. Laut Sozialdezernent Thomas Fengler sehen die Zahlen auch in Zukunft so aus, als würde die Grundschule in Gildenhall ein sicherer Standort sein.
Keine Angebote bekommen
Da ergibt es durchaus Sinn, dass die Stadt Neuruppin richtig viel Geld in das Gebäude steckt. Derzeit wird die Fassade erneuert und gedämmt. Die Räume werden mit neuen Heizungen ausgestattet. Die Sonnenseite des Baus erhält einen Sonnenschutz. Laut Sabine Kugel vom Bauamt war auch vorgesehen, die Elektroanlagen und die Akustik in den Klassenräumen zu verbessern. Diese sollten außerdem gemalert werden. „Aber das müssen wir auf das nächste Jahr verschieben“, so Kugel. Die Stadt hatte zwar eine entsprechende Ausschreibung gestartet, aber keinerlei Angebote von Firmen für diese Arbeiten erhalten. „Im Nachhinein ist es auch ganz gut so: Es hat sich herausgestellt, dass die Arbeiten jetzt schon ein ganz schöner Aufwand sind“, so Sabine Kugel. Das Gerüst an der Grundschule wird ihr zufolge zwar am Ende der Sommerferien verschwinden. Bis dahin haben die Bauarbeiter aber auch noch viel zu tun. Und die Markisen werden sie nicht mehr anbringen können. Diese sollen voraussichtlich im September installiert werden.
Rätselhaftes Kunstwerk
Das Relief an der Fassade der Grundschule wird im Zuge der Sanierung abgedeckt, bleibt aber erhalten. Da dieser Bereich nicht von außen gedämmt werden kann, wird im Inneren ein zusätzlicher Heizkörper angebracht. Das Kunstwerk stellt die Stadt vor ein Rätsel: Laut Baudezernent Krohn weiß niemand genau, wer das Relief einst gestaltet hat. Er vermutet, dass es die Künstlerin Dagmar Schwintowski war, die in vielen Schulen und Kitas Malereien in der Region hinterlassen hat. Sicher ist sich Krohn aber nicht.
2020 geht die Sanierung der Grundschule in die nächste Runde. Neben Elektro-, Akustik- und Malerarbeiten ist dann geplant, die Außenanlagen auf Vordermann zu bringen. Außerdem liegt das Hauptaugenmerk auf der Turnhalle.
Dort werden die Fassade, die Elektroanlagen und die Heizung erneuert. Am Dach stehen größere Reparaturarbeiten an. Der Boden in der Halle wird aufgearbeitet.
„Das alles werden wir rechtzeitig ausschreiben, damit wir dieses Mal auch wirklich Angebote erhalten“, sagt Sabine Kugel. Die Sanierung der Turnhalle startet schon vor den langen Ferien 2020. Die Stadt hofft auf gutes Wetter, damit die Kinder im Freien Sport machen können.
Derzeit wird die Grundschule in den Räumen, die schon fertig sind, gründlich sauber gemacht. Aber auch das ist bald geschafft, sodass die Mädchen und Jungen problemlos am 5. August mit dem Unterricht starten können.
Infokasten
Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf.
Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf. Und am Ende steht ein Kürzel.⇥kürzel