Bombe in Neuruppin
: Ein Bombenfund sorgt für Aufregung – Evakuierung am Ruppiner See

Es sollte eigentlich ein entspannter Badeausflug werden. Doch beim Schwimmen im Ruppiner See fanden die Badenden einen bombenähnlichen Gegenstand. Ihre Vermutung sollte bestätigt werden.
Von
Jessica Neumayer
Neuruppin
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Bombenfund in Neuruppin. Ein Teil des Ruppiner Sees musste kurzzeitig gesperrt werden.

Polizeiinspektion Ostprignitz-Ruppin

Am Samstagnachmittag (15. Juli) verlief der Ausflug für eine Gruppe von Badenden ganz anders als geplant. Gegen 13.45 Uhr stießen sie beim Schwimmen im Ruppiner See, in Höhe der Gartenstraße, auf einen metallenen Gegenstand – ganz ähnlich einer Bombe.

Ihre anfängliche Vermutung sollte sich schnell bestätigen, als sie die Polizei alarmierten. Vor Ort konnte der Fund genauer betrachtet werden. „Es handelt sich augenscheinlich, um den Sprengkopf einer Rakete“, berichtet die Polizeibeamtin der Polizeiinspektion Ostprignitz-Neuruppin.

Einrichtung eines Sperrkreises

Umgehend wurde die Kampfmittelbeseitigung sowie die Feuerwehr informiert und ein 100 Meter umfassender Sperrkreis eingerichtet – auch von der Wasserseite aus. Ein Mitarbeiter des Ordnungsamts hat die Beamten ebenso unterstützt.

Insgesamt mussten mehrere Gartengrundstücke einer Kleingartenkolonie geräumt und 24 Personen aus dem Sperrkreis gebracht werden. „Das nahegelegene Freibad lag bereits außerhalb der Evakuierungszone“, berichtet die Polizeibeamtin.

Bergung der Bombe

Durch die Kampfmittelbeseitigung konnte die Rakete schließlich beräumt werden. 66 Kg war der Sprengkopf schwer.

Die Überprüfung des Sprengkopfs habe ergeben, dass weder Zunder noch Sprengmittel in der Rakete enthalten waren. „Eine Gefährdung für Menschen bestand somit nicht“, bestätigt die Polizeibeamtin.

Nach zwei Stunden konnte der Sperrkreis wieder aufgehoben werden und alle 24 Personen durften in ihre Lauben zurückkehren.

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