Brand bei Rheinsberg: Warnung wegen Waldbrand bis nach Neuruppin nötig

Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin besteht derzeit eine sehr hohe Waldbrandgefahr. In der Nacht mussten Feuerwehren ausrücken. Eine Waldfläche brannte.
Fabian SommerDie Waldbrandgefahr in Brandenburg ist derzeit extrem hoch. In den drei nördlichen Landkreisen gilt derzeit die höchste Waldbrandstufe. Besondere Vorsicht ist geboten. Nur ein kleiner Funke genügt, um eine größere Fläche in Brand zu setzen — wie in der Nacht zum 13. Juni bei Rheinsberg.
Wie die Leitstelle mitteilte, brannte im Bereich der B122 zwischen Rheinsberg und Köpernitz eine Waldfläche. Der Brand war am Dienstag gegen 3 Uhr gemeldet worden. Es brannte auf einer Fläche von rund 3,7 Hektar.
Die Folgen waren auch in Neuruppin zu merken. Die Warn–App Nina informierte über Belästigung von Brandgeruch im Stadtgebiet von Neuruppin. Allerdings dürfte die Warnung bald hinfällig werden. Um 7 Uhr hieß es aus der Leitstelle, dass der Brand unter Kontrolle, aber noch nicht gelöscht sei.
Bürgermeister von Rheinsberg beunruhigt
Rheinsbergs Bürgermeister Frank–Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler) sagte am Dienstagnachmittag: „Das Feuer ist unter Kontrolle.“ In der kommenden Nacht bleibe jedoch eine Brandwache in dem Gebiet. Er vermute, dass Brandstiftung dahinter stecke, sagte Schwochow und zeigte sich zugleich beunruhigt. Es habe in der Nacht zwei Feuerwehreinsätze hintereinander gegeben und mitten im Wald an einer Ecke, „wo sonst niemand lang kommt“.
Erst vor wenigen Tagen hatten Polizeibeamte zwei mutmaßliche Brandstifter bei Lindow festgenommen, nachdem sie zuvor an einem Brandausbruchsort gesehen worden waren. Am 4. Juni war ein Waldstück zwischen Lindow und Schönberg in Brand geraten. Die Feuerwehr konnte die Flammen schnell unter Kontrolle bringen und weiteren Schaden verhindern. Durch Zeugen wurde mitgeteilt, dass sie vor dem Waldbrand zwei Männer auf einem Quad in dem Bereich gesehen hatten.
Die Beamten konnten die beiden Männer kurze Zeit später antreffen und vorläufig festnehmen. Spuren wurden gesichert, die Kriminalpolizei ermittelt derzeit, ob die Beiden als mutmaßliche Täter für das Feuer verantwortlich sind. Nach ihrer Vernehmung wurden sie auf Weisung der Staatsanwaltschaft wieder entlassen.


